Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Stadtgeschichte

Chroniken der Karlsruher Sportvereine

Vereinswappen

Schützengesellschaft Karlsruhe 1721 e.V. (SG Karlsruhe 1721)

 

Bilddokumente der Vereinsgeschichte


Anschrift:

Schützengesellschaft Karlsruhe 1721 e.V.
Adenauerring 32
76131 Karlsruhe

Tel. 0721 / 75 80 87
http://www.sg-karlsruhe.de

Sportarten:


Kurzchronik:

19.06.1721
Gründung der "Karlsruher Schützenkompanie"
1756
Namensänderung in "Schützengesellschaft Karlsruhe"
1782
Einstellung des Schießbetriebs
06.02.1794
Wiedergründung der Schützengesellschaft Karlsruhe
22.03.1848
Organisation als Scharfschützenkorps als Bestandteil der Bürgerwehr. (Wahlspruch: "In Treue fest")
1849
Einmarsch der Preußen. Verteidigung des Karlsruher Zeughauses durch die SG Karlsruhe, die nach Niederschlagung der Aufständischen aufgrund ihres patriotischen Verhaltens bestehen bleibt
1866
Organisation als Bürgerwehr während der preußisch-österreichischen Auseinandersetzungen
1870/71
Organisation als Bürgerwehr während des deutsch-französischen Krieges
1914
ff. Kriegsbedingte Einstellung des Sportbetriebs
1924
Gründung des "Karlsruher Sportschützenvereins Wildpark"
1939
ff. Aufrechterhaltung des Sportbetriebs bei der Schützengesellschaft bis 1943, dann allmähliche Einstellung. Zerstörung des Schützenhausanbaus mit den Gewehrständen und der automatischen Kleinkaliberanlage (1944)
1945
Auflösung der Schützengesellschaft durch die Alliierten und Beschlagnahmung des Vereinsvermögens
15.11.1948
Neugründung als "Bogenschützengesellschaft Karlsruhe e.V." im Restaurant "Rote Taube" durch Kurt Haag, Karl Lieber, Georg Martin, Wilhelm Müller, Georg Steinwarz, Gustav Walter u.a.
1949
Namensänderung in "Gesellschaft Karlsruhe 1721 e.V."
22.03.1950
Annahme des heutigen Vereinsnamens "Schützengesellschaft Karlsruhe 1721 e.V."
1955
Anschluss des "Karlsruher Sportschützenvereins Wildpark"

Persönlichkeiten:

Gehmann, Walter / Schlenker, Helmut / Sigl, Albert / Sigl, Rudi / Ustaoglu, Abdullah

Vereinsgeschichte

1721
Errichtung einer Schießstätte auf den Gottesauer Wiesen an der heutigen Rüppurrer Straße durch Markgraf Carl Wilhelm von Baden-Durlach
19.06.1721
Ausrichtung des ersten Freischießens an der heutigen Rüppurrer Straße
1738
Bau eines Schießhauses an der heutigen Rüppurrer Straße
1782
Abbruch des alten Schießhauses an der heutigen Rüppurrer Straße
1794 - 1795
Bau eines neuen Schützenhauses an der heutigen Rüppurrer Straße
1795
Beschluss über das Tragen uniformierter Schützenkleidung: grauer Rock mit grünem Tuchkragen, Hut mit Schleife, schwarzer Kokarde und Federbusch, Hirschfänger mit schwarzem Griff und Lederkoppel mit viereckigem, versilbertem Schloß
1799
Pacht des Schießgeländes an der heutigen Rüppurrer Straße von der Stadt Karlsruhe
1804
Nutzung des Schießstandes an der heutigen Rüppurrer Straße durch das badische Militär
25.07.1823
Neuer Pachtvertrag zwischen der Stadt Karlsruhe und der Schützengesellschaft für das Gelände an der heutigen Rüppurrer Straße
29.08.1830
Ausrichtung eines Adlerschießens
21.05.1833
Ausrichtung eines Preisschießens
09.09.1838
Beteiligung Großherzogs Leopolds an einem Festschießen anlässlich des Landwirtschaftlichen Zentralfests
1844
Einführung einer neuen uniformierten Schützentracht bestehend aus grauer Hose, grünem Rock und Filzhut mit badischer Kokarde und Gemsbart. Großherzog Leopold übernimmt das Protektorat über die Schützengesellschaft (13.11.)
1845
Bau eines neuen Schießhauses an der heutigen Rüppurrer Straße
27.06.1846
Kauf der Schießstätte an der heutigen Rüppurrer Straße durch die Schützengesellschaft. Veranstaltung eines 5-tägigen Festschießens mit Fahnenweihe
1848
Ergänzung der Schützentracht um ein Käpis mit der badischen und deutschen Kokarde an Stelle des Huts
13.05.1849 - 14.05.1849
Verteidigung des Karlsruher Zeughauses und des Waffendepots durch die SG Karlsruhe
1852
Wiederaufnahme des Fest- und Freischießens
1861
Trainingsschießen für die Teilnahme am ersten deutschen Bundesschießen auf dem Schießplatz des Jägerbataillons beim Exerzierplatz im Hardtwald (heute Gelände des alten Flugplatzes an der Erzbergerstraße) mit Erlaubnis des Badischen Kriegsministeriums
11.07.1861
Gründung des Deutschen Schützenbundes in Gotha. Einführung einer Schützenordnung und eines einheitlichen Waffentyps mit verlängerter Reichweite, dem sogenannten Feldstutzen
1862
Teilnahme am ersten deutschen Bundesschießen des Deutschen Schützenbundes in Frankfurt
14.04.1862
Gründung des Badischen Landeschützenvereins in Mannheim
01.06.1863 - 30.06.1863
Erringung von 34 Preisen beim 1. Badischen Landesschießen in Mannheim
1865 - 1867
Pacht der sogenannten Fasseläcker (späterer Schützenbuckel) im Bereich des heutigen Gutenbergplatzes an der Mühlburger Allee zwecks Errichtung eines größeren Schießplatzes. Bau eines Schützenhauses, einer Fest- und einer Schießhalle sowie eines Gabenpavillons
1865
Teilnahme am 2. Deutschen Bundeschießen in Bremen (16.-23.07.). Teilnahme am "Eidgenössischen Freischießen" in Schaffhausen
1867
Ausrichtung des II. Badischen Landesschießens
1867
Verkauf des alten Schießplatzes mit Schießhaus an der heutigen Rüppurrer Straße in öffentlicher Versteigerung
1868
Treffen mit anderen badischen Schützengesellschaften bei der Straßburger Schützengesellschaft (La société de tir de Strasbourg) auf Einladung
1869
Erringung von 13 Ehrenpreisen beim 3. Deutschen Bundesschießen in Wien
25.05.1873
Gründung des Badisch-Pfälzisch-Mittelrheinischen Schützenbundes in Mannheim
24.06.1877 - 01.07.1877
Ausrichtung des 3. Verbandschießens des Badisch-Pfälzisch-Mittelrheinischen Schützenbundes in Karlsruhe auf den Beiertheimer Wiesen (heutiger Stadtgarten)
1878
Bau einer separaten Schießhalle an das Schützenhaus in der Mühlburger Allee
22.09.1881
Teilnahme am Festzug anlässlich der Feier der Silberhochzeit des Großherzoglichen Paares und der Vermählung Prinzessin Viktorias mit dem Kronprinzen Gustav von Schweden
1891 - 31.07.1891
Erwerb des Schützenplatzes im Hardtwald. Bau und Einweihung des neuen Schützenhauses sowie der neuen Schießanlagen im Hardtwald
12.07.1891 - 19.07.1891
Ausrichtung des 12. Verbandschießens des Badisch-Pfälzisch-Mittelrheinischen Schützenbundes
1894
Teilnahme am XI. Deutschen Bundesschießen in Mainz
1902
Ausrichtung eines Jubiläumsschießens anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums Großherzog Friedrich I.
1902
Errichtung eines Denkmals für den 1891 verstorbenen Oberschützenmeister und Stadtrat Adolf Römhildt im Hardtwald
1906
Ausrichtung eines Jubiläumsschießens anlässlich des 80. Geburtstages Großherzog Friedrich I. sowie des Goldenen Ehejubiläums des Großherzogenpaars. Stiftung des Fabrikanten und Archivars Ferdinand Haag zur jährlichen Abhaltung eines Königsschießens
1908
Teilnahme am Festzug anlässlich des in Karlsruhe stattfindenen 8. Badischen Sängerfestes
1909 - 1910
Erweiterung der Schützenanlage im Hardtwald: Errichtung neuer Schießanlagen, Vergrößerung des Schützenhauses, Errichtung eines Gabentempels sowie einer Festhalle
03.07.1910 - 10.07.1910
Ausrichtung des 24. Verbandsschießens des Badisch-Pfälzisch-Mittelrheinischen Schützenbundes
1914 - 1918
Kriegsbedingte Einstellung des Sportbetriebs
15.02.1919
Begrüßungsfeier für die aus dem 1. Weltkrieg heimgekehrten Schützenbrüder
18.04.1920
Wiederaufnahme der Schießübungen
28.05.1921 - 05.06.1921
200-jähriges Vereinsjubiläum mit Feierlichkeiten bei gleichzeitiger Ausrichtung des Landesschützentages am 01.06.1921
1925
Umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem Vereinsgelände im Hardtwald (Renovierung der Innenräume des Schützenhauses, Erneuerung der Umzäunung sowie Errichtung eines neuen Eingangstores)
04.07.1925 - 12.07.1925
Ausrichtung des 28. Verbandschießens des Badisch-Pfälzisch-Mittelrheinischen Schützenbundes
1933
Auflösung des Deutschen Schützenbundes und Eingliederung der Schützenvereine in den nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen (NSRL)
06.07.1934 - 15.07.1934
Teilnahme am Deutschen Bundesschießen in Leipzig, - letztmals in der traditionellen Schützentracht bestehend aus schwarzer Hose, dunkelgrauer Jacke, weißer Weste und Binde, weißen Handschuhe und grünem Schützenhut mit Adlerflaum
25.05.1935 - 26.05.1935
Einweihung der Kleinkaliberschießstände im Hardtwald
1936
Walter Gehmann wird mit 299 von 300 möglichen Ringen Europameister in Budapest
1938
Erringung der Deutschen Vizemeisterschaft im Vierwaffenkampf auf Stand und auf Wehrmann. Walter Gehmann wird Deutscher Meister auf Stand
1939 - 1945
Aufrechterhaltung des Sportbetriebs bis 1943 mit der Ausrichtung des letzten Königsschießens während des Krieges. Allmähliche Einstellung durch die immer häufiger werdenden Luftangriffe. Zerstörung des Schützenhausanbaus mit den Gewehrständen und der automatischen Kleinkaliberanlage (1944)
11.07.1939
Walter Gehmann wird in Luzern Weltmeister mit dem Armeegewehr
1941
Erringung der Deutschen Meisterschaft durch die Wehrmannschützen. Erringung zwei deutscher Einzelmeisterschaften durch Walter Gehmann. Erringung der Deutschen Jugendmeisterschaften durch Philipp, Alfred Riesterer, Rolf Walter, Franz Werner
1945
Zerstörung des Schützenhauses und Vernichtung des gesamten Archivguts (Protokolle, schriftliche Unterlagen, Fotografien etc.) sowie Ehrenscheiben, Ölgemälde und die Vereinsfahne durch plündernde polnische Soldaten nach Kriegsende
24.06.1950
Eröffnungsschießen mit Luftgewehren und Tanzabend im Kühlen Krug
01.09.1950
Anerkennung der Eigentumsverhältnisse für das ehemalige Vereinsgelände im Hardtwald durch die amerikanische Besatzung mit der monatlichen Zahlung einer Nutzungsentschädigung für das beschlagnahmte Gelände
1951
Wiedergründung des Deutschen Schützenbundes auf Initiative Walter Gehmanns (16.09.). Fahnenweihe einer der alten Vereinsfahne identischen Nachbildung (29.09.)
30.06.1951 - 02.07.1951
Gemeinsame Feierlichkeiten mit Festbankett und Jubiläumsfestschießen anlässlich des 230-jährigen Jubiläumsfestes und des 350-jährigen Jubiläums der Schützengesellschaft Durlach im Schützenhaus Durlach auf dem Turmberg
1952
Pacht des von der Linkenheimer Landstraße und dem damaligen Parkring (heute Adenauerring) begrenzten jetzigen Vereinsgeländes
1952
Ausrichtung der ersten Vereinsmeisterschaften mit Luftgewehr nach dem Krieg (19.07.). Ausrichtung des ersten Königsschießens nach dem Krieg (15.-18.10.)
1953
Erringung der zwanzigsten Deutschen Meisterschaft durch Walter Gehmann
1955
Erringung der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit einem neuen Deutschen Rekord im Kleinkaliberschießen
1955
Anschluss des Karlsruher Sportschützenvereins Wildpark
1956 - 01.06.1957
Bau und Einweihung des Schützenhauses und der Schießstände an der Linkenheimer Landstraße. Umgestaltung und Versetzung des Römhildt Denkmals in die Linkenheimer Landstraße, das an die Toten des Vereins erinnert
1956
Erringung der Deutschen Meisterschaft im Kleinkaliberschießen national. Teilnahme von Albert und Rudi Sigl bei der Olympiade in Melbourne / Australien
1958
Erringung der Silbermedaille im Kleinkaliberschießen durch die deutsche Mannschaft mit Helmut Schlenker bei der Weltmeisterschaft in Moskau
03.05.1960 - 05.05.1960
Austragung eines Städtewettkampfs in Ljubljana auf Einladung des jugoslawischen Schützenverbandes
1961
Erringung des zweiten Platzes im Kleinkaliberschießen international bei der Deutschen Meisterschaft. Ausrichtung eines 1. Städtewettkampfes Karlsruhe - Nancy
1966 - 1968
Erweiterung der Pistolenschießstände weitgehend in Eigenarbeit
1968
Ausrichtung der badischen Mannschaftsmeisterschaften für Scheibenpistolen, - Erringung des badischen Meistertitels
1971
250-jähriges Jubiläum mit feierlicher Matinee und großem Festabend
1973
Ausrichtung eines Luftgewehr-Wanderpokalschießens für Jugendmannschaften (07.-08.07.). Erringung des 1. Platzes sowie aller drei Einzeltitel durch die Jugendmannschaft der SG Karlsruhe. Erringung von insgesamt 4 Gold-, 2 Silber- und 5 Bronzemedaillen bei den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden
1974
Erringung des Vizepokals bei dem erstmals ausgetragenen Deutschen-Schützenbund-Pokal für Luftgewehrschützen in Berlin
1975
Erringung von insgesamt 3 Gold-, 4 Silber- und 1 Bronzemedaillen bei den Deutschen Meisterschaften in München
1976
Erringung der Deutschen Vizemeisterschaft der Pistolenschützen durch Gerhard Seufert
12.07.1977
Reise nach Phönix / Arizona zum Freundschaftswettkampf mit den dortigen Schützen
01.04.1978
Erringung des Deutschen-Schützenbund-Pokals für Luftgewehrschützen in Amberg (01.04.). Reise nach Nottingham / England zum Freundschaftsschießen bei dem dortigen Castle-and-Pistol-Club (08.09.)
1980 - 31.10.1981
Erweiterung der Pistolenanlage
25.04.1981
Ausrichtung des Deutschen-Schützenbund-Pokal Endkampfes
17.10.1981
260-jähriges Jubiläum mit großem Königsball
1983
Neueinweihung des Gedenksteins für die Verstorbenen der Schützengesellschaft
1985
Erringung der Deutschen Meisterschaft im Luftgewehrschießen der Senioren. Ausrichtung des 34. Deutschen Schützentages in Zusammenarbeit mit dem Badischen Sportschützenverband (02.-04.05.)
1986
Fertigstellung der erneuerten Pistolenduellanlage
1988
Erringung der Deutschen Vizemeisterschaft in der Disziplin KK Sportpistole
1989
Erringung der Deutschen Meisterschaft in der Disziplin Perkussionsrevolver durch Emil Müller. Erringung der Deutschen Meisterschaft in der Disziplin 50 m Perkussionsgewehr mit der Mannschaft Alfred Henzler, Jürgen Kremer, Richard Schmie und Günther Schwarz
1990
Erringung des zweiten Platzes im Luftgewehrschießen der Senioren bei der Deutschen Meisterschaft
23.05.1990 - 25.05.1990
Ausrichtung eines freundschaftlichen Vergleichsschießens mit der Societe de Tir de Nancy und erstmals mit dem ESV Halle (heute: Giebichensteiner Schützengilde 1848 Halle/Saale e.V.)
1996
275-jähriges Jubiläum

Veröffentlichungen:

Haag, Ferdinand: Aus der Chronik der Karlsruher Schützengesellschaft. 40 S. In: Festzeitung zum 24. Verbandsschießen Baden-Pfalz-Mittelrhein vom 03.- 10. Juli 1910 in Karlsruhe. Enthält: Festprogramm, Beschreibung der Schützenbecher. [StadtAK 8/StS 20/15]
Haag, Ferdinand: Festschrift zum 200-jährigen Jubiläum der Schützengesellschaft Karlsruhe: 1721- 1921. 1921. Fotokopie. [StadtAK 8/StS 20/453]
Festschrift zum 250-jährigen Jubiläum der Schützengesellschaft Karlsruhe 1721 e.V am 17. April 1971. [StadtAK 8/StS 20/797]
275 Jahre Schützengesellschaft Karlsruhe 1721 e.V. Festbuch, 1996. [StadtAK 8/StS 20/768, 10/A/Dy 22/Fest]