Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1771
Gartenansicht des Schlosses um 1780, mit dem Turm in seiner alten Gestalt.<br />StadtAK 8/PBS XIVa 455Die Außenarbeiten im Zuge der Schlossrenovierung werden abgeschlossen.
 
1771
Für die Hofbibliothek wird eine Benutzerordnung in lateinischer Sprache erlassen, die einem eng gezogenen Benutzerkreis die Ausleihe der Bücher nach Hause gestattet.
18. April 1771
Eine Teuerungswelle führt zu Problemen in der Armenfürsorge. Die Regierung weist auf den billigen Ersatz des infolge einer Missernte fehlenden Mehls durch Kartoffeln hin, die am Oberrhein gerade heimisch werden.
21. Oktober 1771
Nach dem Tod des baden-badischen Markgrafen August Georg, der keinen Erbfolger hat, fallen die baden-badischen Lande gemäß dem 1765 geschlossenen Erbvertrag an Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach, von dem nun auch die katholischen Landesteile regiert werden. Für Karlsruhe bewirkt dies eine Bevölkerungszunahme und eine Belebung der Bautätigkeit. Zugleich fallen damit auch die baden-badischen Kunst- und Büchersammlungen an den Hof in Karlsruhe. Die Hofkapelle wird durch das Rastatter Hoforchester verstärkt, Josef Aloys Schmittbaur wird Hofkapellmeister.
 
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