Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1768
Nachdem bereits 1764 eine Kommission über den Ausbau und die Erweiterung der Stadt beraten hat, wird auf Drängen der Stadt, die auf die Wohnungsnot und steigende Haus- und Grundstückspreise verweist, eine Stadterweiterung erörtert. Geplant wird die Verlängerung der Fächerstraßen nach Süden, die diagonal verlaufenden Erbprinzenstraße und Spitalgasse sowie die Anlage eines vergrößerten Marktplatzes, für den die Konkordienkirche und der Friedhof verlegt werden müssten. Über die Ausführung des Planes beschließt Markgraf Karl Friedrich nur von Fall zu Fall, d. h. er genehmigt ihn nicht im Ganzen.
1768
Die Spitzenfabrikation von P. Bouhon nimmt ihren Betrieb auf.
1768
Gründung einer Architektonischen Zeichenschule durch Baudirektor Friedrich v. Kesslau. Diese führt Friedrich Weinbrenner 1798 als Bauschule weiter.
1768
Um den Fasanengarten wird eine Mauer errichtet. Die Arbeiten sind 1773 abgeschlossen.
4. November 1768
Auf Vorschlag von Kirchenrat Johann Leonhard Walz überträgt der Markgraf dem Gymnasium die Aufgabe, besonders begabten Schulkandidaten eine einjährige Ausbildung zu vermitteln. Diese Ausbildungsstätte für Lehrer muss 1809 geschlossen werden.
 
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