Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
16. Januar 1979
Der Gemeinderat beschließt, den nördlichen Teil des Knielinger Sees als erstes Karlsruher Naturschutz gebiet auszuweisen.
26. Januar 1979
Der junge "Sport- und Schwimmclub Waldstadt" fusioniert mit dem traditionsreichen "Karlsruher Schwimmverein Neptun 99" zum "Sport- und Schwimmclub Karlsruhe", der nach dem "Postsportverein" Karlsruhes zweitgrößter Sportverein ist.
1. Februar 1979
Das Bundesbahnausbesserungswerk mit 1977 noch etwa 1.000 Arbeitsplätzen ist nur noch Ausbesserungswerkstätte. Bereits 1969 drohte seine Schließung.
9. März 1979
Im Badischen Landesmuseum im Schloss wird eine große Majolika-Ausstellung eröffnet.
10. März 1979
Einweihung des Altenwohnheims sowie Hotel- und Restaurantbetriebs in der wieder aufgebauten Augustenburg in Grötzingen.
17. März 1979
Der zweite Karlsruher Bürgerball erlebt einen großen Publikumserfolg. Der Reinerlös von 60.000 DM kommt Karlsruher Versehrten und Behinderten zugute.
5. April 1979
Ein unabhängiges Gutachten attestiert dem Karlsruher Klärwerk bei Neureut eine nicht ausreichende Leistung. Starke Geruchsbelästigungen hatten zu Protesten der Anwohner in Neureut geführt.
29. Mai 1979
Der Briganten-Brunnen am Ettlinger Tor wird enthüllt. Um die Gestaltung und Finanzierung des ursprünglich gestifteten Brunnens gibt es eine anhaltende öffentliche Diskussion, die über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit findet.
9. Juni 1979
Auf dem zwei Jahre zuvor umgestalteten Europaplatz wird der von Prof. Walter Förderer gestaltete Europa-Brunnen "Phönix aus der Asche" eingeweiht.
10. Juni 1979
Bei den Wahlen zum Europaparlament in Straßburg erhält die CDU 48 % der Stimmen. Heinke Salisch (SPD) ist als einzige Karlsruher Abgeordnete dank ihres guten Listenplatzes gewählt.
10. Juli/16. August 1979
Im Wasserwerk Durlacher Wald wird eine Verseuchung des Trinkwassers mit giftigen Cyaniden registriert, in der Alb sterben Fische durch verseuchtes Wasser. Mehrere "Grundwasserskandale" sind in diesem Jahr schon aufgedeckt worden.
8. September 1979
In der Brunnenstraße 47 wird ein neues Künstlerhaus eröffnet, das der Berufsverband Bildender Künstler in Selbstverwaltung führt.
1. Oktober 1979
Die Berufsakademie Karlsruhe nimmt nach dem Beschluss des baden-württembergischen Kultusministeriums vom 29. Mai 1979 ihre Arbeit auf. Der Ausbildungsbetrieb beginnt mit 48 Studierenden. Im Studienjahr 1988 gehören dieser Bildungseinrichtung des tertiären Bereichs 812 Studierende in 11 Studiengängen an.
5. Oktober 1979
Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie nach Neureut, die zum Teil - erstmals in der Bundesrepublik - auf Gleisen der Bundesbahn fährt.
23. Oktober 1979
Der Gemeinderat entscheidet sich nach langen Debatten mit 30:21 Stimmen für den Bau der Nordtangente. Eine notwendig gewordene neue Abstimmung ergibt am 6. November 29:20 Stimmen für den Bau. Am 24. Oktober gründet sich eine Bürgerinitiative, die am 4. Dezember 38.000 Unterschriften gegen den Bau der Nordtangente vorlegen kann.
24. Oktober 1979
Auf dem Gelände des ehemaligen Ständehauses findet die Einweihung des von dem Architekten Helmut Bätzner geplanten Dekanatszentrums und Gemeindehauses St. Stephan statt. Etwa ein Drittel des Grundstücks an der Ritterstraße bleiben unbebaut und werden als Parkplatz genutzt.
17. November 1979
Einweihung des Ausländerbegegnungszentrums in der Otto-Sachs-Straße.
31. Dezember 1979
Die städtischen Rheinhafen verzeichnen für 1979 einen Umschlag von über acht Millionen Tonnen. Karlsruhe nimmt hinter den Rheinhäfen Duisburg und Mannheim Rang drei der Binnenhäfen in der Bundesrepublik ein.
 
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