Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1. Januar 1971
Die Karlsruher Ausstellungs- und Kongress-GmbH übernimmt die Schwarzwald-, Nancy- und Stadthalle in Generalpacht.
12. Februar 1971
Den Wettbewerb "Altstadtsanierung", zu dem 216 Arbeiten eingegangen sind, gewinnen eine Schweizer Architektengruppe und vier Berliner Architekturstudenten.
7. April 1971
Der Gemeinderat genehmigt die Stiftung einer Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe. Als erster wird am 29. August Prof. Dr. Choei Ishibashi damit ausgezeichnet.
14. Mai 1971
Beginn des Bundesmusikfestes, zu dessen Hauptveranstaltung, einem Konzert auf dem Schlossplatz, Ministerpräsident Hans Filbinger spricht.
25. Mai 1971
Die Stadtverwaltung legt mit einem Baumkataster ein Verzeichnis erhaltenswerter Bäume an.
28. Mai 1971
Der Gemeinderat beschließt die Verstaatlichung der Karlsruher Polizei zum 1. Januar 1972. Am 17. Januar 1967 hatte er dies noch abgelehnt.
30./31. Mai 1971
Anlässlich des Karpatendeutschen Bundestreffens wird in Karlsruhe eine karpatendeutsche Heimatstube eingeweiht. Diese findet nach zwischenzeitlichen organisatorischen und räumlichen Veränderungen als Karpatendeutsches Heimatmuseum im Pfinzgaumuseum eine angemessene Unterkunft und wird an Pfingsten 1985 neu eröffnet. Karlsruhe ist seit 4. August 1957 Patenstadt der Karpatendeutschen Landsmannschaft.
4. Juni 1971
Das Badische Landesmuseum eröffnet die Ausstellung "Edles altes Glas". Gezeigt wird erstmals öffentlich die Privatsammlung von Karl Heinrich Heine.
8. Juni 1971
Grundsteinlegung für das Gebäude der Eurocontrol (europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt) an der Rintheimer Querallee.
16. Juni 1971
Die Universität Karlsruhe erhält die größte Rechenanlage deutscher Hochschulen.
4. Juli 1971
Einweihung der neuen Synagoge der jüdischen Gemeinde Karlsruhe in der Knielinger Allee in Anwesenheit des Bundesinnenministers Hans Dietrich Genscher.
23. Juli 1971
Der Gemeinderat genehmigt den Rahmenvertrag über die Altstadtsanierung mit der "Neuen Heimat", die damit zur Trägerin der Baumaßnahmen wird.
19. Oktober 1971
Die aus der Baugewerkeschule entstandene Staatliche Ingenieurschule erhält den Status einer Fachhochschule.
20. Oktober 1971
Das "Richt-Krankenhaus" in Durlach wird in Anwesenheit des baden-württembergischen Innenministers Dr. Walter Krause eingeweiht.
24. Oktober 1971
Bei den Gemeinderatswahlen gewinnt die CDU erstmals seit Mai 1946 wieder die Stimmenmehrheit. Dies bleibt bei den folgenden Wahlen unverändert.
20. November 1971
Vertragsunterzeichnung über die Eingemeindung von Stupferich zum 1. Januar 1972 im dortigen Rathaus.
22./24. November 1971
Der Tarif-Streik von 2.000 Karlsruher Metallarbeitern wird mit der Aussperrung von 16.000 Metallarbeitern in 30 Karlsruher Betrieben beantwortet.
1. Dezember 1971
2.500 Studenten demonstrieren auf der Kaiserstraße gegen das geplante Hochschulrahmengesetz.
15. Dezember 1971
Für den Fernsprechverkehr nach den USA, Kanada und Japan wird im Fernmeldeamt eine vollautomatische Selbstwähleinrichtung installiert.
18. Dezember 1971
Unterzeichnung des Eingliederungsvertrages zwischen Karlsruhe und Hohenwettersbach, der zum 1. Januar 1972 in Kraft tritt.
 
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