Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
21. April 1968
Mit 30° Celsius verzeichnen die Meteorologen den heißesten Apriltag seit 100 Jahren.
14./15./17./28. Mai 1968
Demonstrationen von Studenten gegen die Notstandsgesetzgebung, durch die zeitweilig bestimmte Artikel des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt werden können.
27. Mai 1968
Die Karl Friedrich-, Leopold- und Sophienstiftung weiht ihr neuestes, insgesamt drittes Altersheim ein. Das Wilhelmine-Lübke-Altersheim liegt in der Trierer Straße der Nordweststadt.
Juni/Juli 1968
Die Firma Singer, vormals Haid & Neu, verlegt die Fertigung der Industrienähmaschinen in das neue Werk in Blankenloch, das 1.000 Arbeitsplätze hat. Die Haushaltsnähmaschinen werden mit 1.600 Beschäftigten weiter in der Stadt hergestellt.
3. August 1968
Die Neff-Werke Bretten teilen mit, dass bis zum Jahresende die Produktion bei Junker & Ruh schrittweise eingestellt werden muss. Betroffen sind 1.300 Arbeitnehmer. Im Dezember 1975 werden die Fabrikhallen abgerissen.
8. August 1968
Wilhelmine Lübke eröffnet den Weltkongress der Internationalen Akademikerinnen-Föderation.
5. September 1968
Im Übergangslager Gottesaue sind geflüchtete Bürger aus der Tschechoslowakei untergebracht.
5. September 1968
Großbrand des Karlsruher Wertkauf-Centers durch Explosion einer Propangasflasche. StadtAK 8/BA Schlesiger A18 57a/3/18AEröffnung des Wertkauf-Centers des Karlsruher Unternehmers Hugo Mann an der Autobahnausfahrt Karlsruhe-Durlach. Am 26. August 1969 werden große Teile des Einkaufszentrums durch einen Großbrand zerstört und danach wieder aufgebaut.
 
8. November 1968
Die im Zuge der Altstadtsanierung angelegte Fritz-Erler-Straße zwischen dem Mendelssohnplatz und der Kaiserstraße wird in Anwesenheit von Frau Erler für den Verkehr freigegeben.
25. November 1968
2.000 Jugendliche demonstrieren wegen zweier Leitartikel vom 13. und 19. November gegen die "Badischen Neuesten Nachrichten". Unter dem Titel "Aufstand der Unmündigen" war darin kritisch zur Haltung der Jugend und der Studenten Stellung genommen worden.
10. Dezember 1968
Der Gemeinderat entscheidet sich mit einer Stimme Mehrheit gegen die erneute Ausrichtung einer Bundesgartenschau im Jahre 1975.
 
Ereignisse der nächsten Dekade ansehen