Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
16. Februar 1965
Planung einer "Rheinstadt" durch die Stadt bei Maxau. Sie soll 29.000 Menschen beherbergen. Rückläufige Bevölkerungsziffern führen nach 1970 zur Einstellung des Projektes.
23. Februar 1965
Der Stadtrat stimmt dem Ausbau des Flughafens Forchheim zu und genehmigt am 27. April den Ankauf eines Teils des Flugplatzgeländes.
20. März 1965
Eröffnung des "Oberrheinischen Dichtermuseums" im Haus des "Volksbundes für Dichtung" (Scheffelbund) in der Röntgenstraße.
7. Mai 1965
Feierliche Übergabe des neuen Gebäudes mit dem Lesesaal der Badischen Landesbibliothek im Nymphengarten.
13. Mai 1965
Das Badenwerk feiert mit einem Essen für die Belegschaft den Umzug in seinen Verwaltungsneubau, das Hochhaus am Ettlinger Tor. Geplant hat es die Architektengemeinschaft Norbert Schmidt und Klaus Möckel (Karlsruhe), Theodor Ketter (Köln).
18. Mai 1965
Nach einem wilden Streik entlässt die Firma Junker & Ruh 700 Arbeiter, das sind etwa 50 % der Gesamtbelegschaft. Der Arbeitskampf begann nach einer Änderung der Akkordzeiten, die der seit etwa zwei Monaten neue Firmeninhaber, die Neffwerke Bretten, festgesetzt hat. Am 29. Mai enden die Auseinandersetzungen mit der Rücknahme der geänderten Akkordzeiten.
18. Mai 1965
Die Stadt Karlsruhe beschließt eine Partnerschaft mit der Stadt Phoenix/Arizona in den USA, die jedoch vor allem wegen der großen Entfernung nicht mit Leben gefüllt werden kann.
28. Mai 1965
Einweihung des 1955 begonnenen und in drei Bauabschnitten fertig gestellten Neubaus für das Landesgewerbeamt an der Karl-Friedrich-Straße.
20. Juni 1965
Im Kunstverein beginnt die Ausstellung "Romantiker und Realisten" zum 250. Stadtjubiläum.
23. Juni 1965
Festakt zum 250-jährigen Stadtjubiläum in Anwesenheit des Bundespräsidenten Heinrich Lübke, dem zusammen mit vier anderen Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen wird.
1. Juli 1965
Demonstration der Studenten in Karlsruhe für eine Änderung der Bildungspolitik, die zu besseren Studienbedingungen beitragen soll.
9. Juli - 3. Oktober 1965
Jubiläumsausstellung "Karlsruhe gestern - heute - morgen" im Landesgewerbeamt eröffnet. Die von dem Architekturprofessor Otto Haupt und dessen Sohn konzipierte Schau zieht 25.000 Besucher an.
15. Juli 1965
Uraufführung des Jubiläumsfilms über Karlsruhe "Lebenslauf einer Stadt" (Regie Wolf Hart) in der Schwarzwaldhalle.
23. Juli 1965
Inbetriebnahme des neuen Wasserwerks im Hardtwald.
30. Juli 1965
Die Gaskokerei des Gaswerks Ost wird stillgelegt.
4. August 1965
Einweihung des neuen Verbindungskanals zwischen den beiden Stadtgartenseen. Die alte Tiergartenbrücke, die durch eine neue ersetzt wird, war am 13. Januar nach drei vergeblichen Versuchen gesprengt worden.
3. November 1965
Die Unterführung der Kriegsstraße am Ettlinger Tor wird für den Verkehr freigegeben.
4. November 1965
Einweihung der neuen Volksschule am Rennbuckel. Vorangegangen sind die Einweihungen der Neubauten der Eichelgartenschule Rüppurr (21. Oktober) und der Volksschule Aue (3. November).
15. Dezember 1965
Aufstellung des Karl-Friedrich-Denkmals an seinem neuen heutigen Standort auf dem Schlossplatz. Es hat den Bauarbeiten für die Tiefgarage unter dem Schlossplatz weichen müssen.
31. Dezember 1965
Laut Statistik sind in diesem Jahr in der Stadt etwa je 50.000 Personenkraftwagen und Fernseher zugelassen bzw. angemeldet.
 
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