Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
8. Januar 1961
Der neue Ölhafen nördlich von Maxau wird mit dem Durchbruch zum Rhein fertig gestellt.
17. Februar 1961
Im seit Februar 1955 produzierenden Karlsruher Heinkel-Werk geht der 100.000. Motorroller vom Fließband. Die Firma geht 1984 in Konkurs.
29. März 1961
Die Vertreter der Kreistagsfraktionen sprechen sich für die Selbständigkeit der Karlsruher Umlandgemeinden aus. Bereits am 3. März hat sich Grötzingen gegen eine Eingemeindung nach Karlsruhe ausgesprochen.
15. April 1961
Eröffnung eines "Centro italiano" für die "Gastarbeiter" aus Italien. Am 7. Oktober 1963 wird eine solche Einrichtung auch für spanische Arbeitskräfte geschaffen.
2. Mai 1961
Westeuropäische und amerikanische Atomwissenschaftler tagen im Kernforschungszentrum, dessen Reaktor am 7. März die erste selbständige Kettenreaktion erreicht.
5. Mai 1961
Um der Personalnot Herr zu werden, stellt die Stadt Straßenbahn-Schaffnerinnen ein.
24. Juni 1961
Die ersten Fälle von Kinderlähmung werden in Karlsruhe verzeichnet. Am 17. Mai 1962 beginnt die Polio-Schluckimpfung.
19. Juli 1961
Uraufführung des Films über Karlsruhe: "Stadt im Umbruch".
20. Juli 1961
Mit der Ernst-Reuter-Schule in der Tilsiter Straße der Waldstadt wird das elfte neue Schulhaus seit 1945 festlich eingeweiht.
13. September 1961
Eröffnung einer Ausstellung von Werken Fritz Wotrubas im Badischen Kunstverein und im Botanischen Garten.
14. Oktober 1961
Inbetriebnahme des Fernheizwerkes in der Waldstadt.
21. Oktober 1961
Die Luftwaffengruppe Süd bezieht ihr neues Stabsquartier an der Rintheimer Allee.
24. Oktober 1961
Der Gemeinderat beschließt den Bebauungsplan für den östlichen Teil des Beiertheimer Feldes, der die Bebauung zwischen der Südweststadt und Bulach ermöglicht.
13. November 1961
Die Ruine des Ständehauses, des ersten eigenständigen Parlamentsbaues in deutschen Ländern, wird abgerissen.
12. Dezember 1961
Der Gemeinderat billigt nach fünfjähriger Planung den Karlsruher Verkehrslinienplan. Dieser sieht u. a. den Ausbau der Kriegsstraße, eine Nord- und eine Südtangente, eine nordwestliche Umgehungsstraße für Durlach und eine Neutrassierung der B 36 zwischen Knielingen und Neureut vor.
18. Dezember 1961
Das vom Abriss bedrohte Weltzien-Haus Ecke Karl-/Herrenstraße bleibt erhalten. Das wohl von einem Schüler Friedrich Weinbrenners errichtete letzte erhaltene bürgerliche Eckwohnhaus an einer der Radialstraßen hat seinen Namen nach dem zeitweiligen Besitzer, dem Chemieprofessor Karl Weltzien. Die Versicherungsgesellschaft errichtet ihren Neubau, der im Dezember 1964 bezogen wird, in gebührendem Abstand.
21. Dezember 1961
Die Statistik verzeichnet seit Kriegsende den Neubau von 35.000 Wohnungen.
27. Dezember 1961
Der Gemeinderat besichtigt die vorgesehenen Trassen der Nord- und Südtangente, die das Regierungspräsidium genehmigt hat. Landrat Joseph Groß votiert gegen die Nordtangente.
 
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