Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
15. Januar 1957
Der Gemeinderat genehmigt die Errichtung von drei Institutsbauten durch die Technischen Hochschule nördlich des Richard-Willstätter-Weges im Hardtwald.
21. Januar 1957
Im Kreiswehrersatzamt finden die ersten Musterungen von Rekruten nach 1945 statt.
27. Februar 1957
Karlsruhe ist wieder Garnisonsstadt. In die am 20. Dezember freigegebene Dragonerkaserne an der Kaiserallee ist eine Fernmeldeabteilung der Luftwaffe der Bundeswehr eingezogen.
2. März 1957
Unterzeichnung des Vertrages zur Gründung der Albtalbahn-Verkehrsgesellschaft (AVG) über den Betrieb der Albtalbahn von Karlsruhe bis Bad Herrenalb mit Anschluss an das Karlsruher Straßenbahnnetz. Ab 1. April fährt die Albtalbahn in Regie der Stadt Karlsruhe.
17. April 1957
Im Ehrenhof vor dem Schloss werden acht der ursprünglich zehn Skulpturen von Ignaz Lengelacher, die wohl von 1782 - 1816 auf dem mittleren Schlossplatz standen und danach mehrfach ihren Standort wechselten, wieder aufgestellt. 1967 nach der Neugestaltung des Schlossplatzes stehen alle zehn Skulpturen bzw. ihre Nachbildungen an ihrem heutigen Standort. Neubau des Landesgewerbeamtes fertig gestellt.
Mai 1957
Baubeginn der Kernreaktoranlage bei Leopoldshafen. Das ursprünglich vorgesehene Gelände nördlich von Maxau hat sich als ungeeignet erwiesen.
7. Mai 1957
Einweihung des neuen Studios des Süddeutschen Rundfunks an der Kriegsstraße am Platz des ehemaligen Palais Bürklin.
Juli 1957
Eine Hitzewelle, die den Wasserverbrauch von 240 l pro Kopf und Tag auf 400 l ansteigen lässt, gefährdet die Wasserversorgung.
4. Juli 1957
Die erste elektrische Lokomotive fährt im Hauptbahnhof Karlsruhe ein. Die Elektrifizierung der Bundesbahn im Bereich Karlsruhe ist am 30. August 1959 mit der Einweihung der Fahrleitungsmeisterei abgeschlossen.
26. Juli 1957
Straßenumbauten am Durlacher Tor und Verbreiterung des Parkrings bis zur Linkenheimer Landstraße nach dreijähriger Bauzeit dem Verkehr übergeben.
9. August 1957
Freigabe der neuen Brücke über die Bahngleise im Zuge der Durlacher Allee im Stadtgebiet. Sie ist eine von 14 Baumaßnahmen an Brücken und Kreuzungsbauwerken, die für die Elektrifizierung der Bundesbahn notwendig sind.
10. September 1957
Luftaufnahme vom ersten, 1957 begonnenen Bauabschnitt der Waldstadt zwischen Theodor-Heuss-Allee, Breslauer und Königsberger Straße. <br />StadtAK 8/Alben 3, Bd. 3 VIII/1Erster Spatenstich für den Bau der Waldstadt. Den dafür ausgeschriebenen internationalen Architektenwettbewerb gewinnt der Kölner Architekt Prof. Karl Selg. Die ersten Wohnungen sind am 1. Oktober 1958 bezugsfertig.
 
22. September 1957
Nutzung des Flugplatzes Forchheim durch Motorflugzeuge nach fünfjährigem Betrieb mit Segelflugzeugen.
Oktober 1957
Die Kunstakademie bezieht die Räume des wieder aufgebauten ehemaligen Kunstgewerbemuseums Ecke Reinhold-Frank-/Moltkestraße.
16. Oktober 1957
Beginn der Kiesgewinnung im markgräflichen Gutsgelände bei Maxau. Es soll ein See von 1,6 km Länge entstehen.
9. November 1957
Am Schlossplatz wird am Platz des ehemaligen Innenministeriums die Landeskreditanstalt eingeweiht. Um den Entwurf von Hermann Blomeier hat es ausführliche Diskussionen gegeben, vor allem im Hinblick auf die Tradition der Weinbrennerbauten am Schlossplatz.
24. November 1957
Der Gemeinderat befasst sich mit dem Bau von Ölraffinerien auf Karlsruher Gemarkung.
30. November 1957
Einweihung des von Hans Detlev Rösiger und Günther Seemann geplanten Neubaus der Städtischen Sparkasse bei der Hauptpost.
 
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