Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1947
Niederlassung der 1833 gegründeten Stettiner Stahlbaufirma Gollnow & Sohn im Rheinhafengebiet.
1947
Die Firma Siemens & Halske verwirklicht auf dem Gelände der vormaligen DWM Ansiedelungspläne aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und baut in Knielingen bis 1951 ein eigenes Firmengebäude.
20. Januar 1947
Friedrich Töpper, Oberbürgermeister 1947-1952. StadtAK 8/Alben 5, S. 852Der Stadtrat wählt Friedrich Töpper (SPD) als Nachfolger von Hermann Veit, der am 7. Januar württembergisch-badischer Wirtschaftsminister wurde, mit 19 von 27 Stimmen zum Oberbürgermeister.
 
7. Februar 1947
Das erste Amtsblatt der Stadtverwaltung Karlsruhe erscheint.
27. Februar 1947
Der Stadtrat entscheidet über den Verbleib Durlachs bei der Stadt. Durlach erhält ein Stadtamt, dessen Leitung am 9. Mai Bürgermeister a. D. Jean Ritzert übernimmt.
März 1947
Hungerdemonstrationen und Streiks verdeutlichen die außerordentlich schlechte Versorgungslage.
1. März 1947
Unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Bernays beginnt die Volkshochschule ihren Unterricht.
12. März 1947
Gründung der Neubürgersiedlung gemeinnützige GmbH mit Beteiligung der Stadt Karlsruhe zum Bau von Flüchtlingswohnungen im Dammerstock und am Klosterweg.
April 1947
Der Kunstverein stellt Meister deutscher Graphik aus.
April 1947
Der Stadtgarten wird wieder geöffnet.
April 1947
Wiedergründung des Karlsruher Verkehrsverein.
1. Mai 1947
Friedenskundgebung der Karlsruher Frauen zum 1. Mai. Rednerinnen sind Deta Löw, Anna Walch und Klara Siebert.
13. Mai 1947
Einweihung der von amerikanischen und französischen Pionieren errichteten behelfsmäßigen Rheinbrücke bei Maxau.
15. Mai 1947
Die Wolfartsweierer Autobahnbrücke ist teilweise wiederhergestellt.
20. Juli 1947
Die Straßenbahn verkehrt wieder durch die Kaiserstraße. Am 25. Dezember wird der Betrieb nach Durlach aufgenommen.
29. Juli 1947
Tageshöchsttemperatur 38,6° Celsius.
29. Juli 1947
Als zweite Tageszeitung erscheint in Karlsruhe die sozialdemokratische "Südwestdeutsche Allgemeine Zeitung". Sie stellt nach einer zwischenzeitlichen Umbenennung in "Karlsruher Neue Zeitung" Ende 1949 ihr Erscheinen ein.
September 1947
Wiedereröffnung des traditionsreichen Café Museum in der Waldstraße.
September 1947
Der Kunstverein zeigt eine Ausstellung über die künftige Gestaltung des Stadtbildes.
15. September 1947
Einrichtung eines Sendestudios des Süddeutschen Rundfunks. Erste Rundfunkübertragung aus Karlsruhe am 13. Oktober mit einem Sinfoniekonzert der Staatskapelle.
Oktober 1947
Statistisch gesehen leben in Karlsruhe in jedem verfügbaren Wohnraum 1,45 Einwohner (1939 0,94).
23. Oktober 1947
Wiederaufnahme des Unterrichts an der Badischen Akademie der Bildenden Künste.
1. Dezember 1947
Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Gablonzer Industrie unter Beteiligung der Stadt.
7. Dezember 1947
Bei einer Wahlbeteiligung von 57 % erhält die SPD bei den Gemeinderatswahlen die meisten Stimmen. Das Wahlverfahren erlaubt erstmals das Kumulieren und Panaschieren. Bis zu den Gemeinderatswahlen 1975 bleibt die SPD stärkste Partei im Gemeinderat.
 
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