Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
28. Februar 1944
Große Frauenkundgebung in der Festhalle zum Thema "Frauen helfen siegen!".
22. April 1944
Eröffnung des italienischen Generalkonsulats in der Wendtstraße.
25. April 1944
Bei einem Luftangriff bleibt die Innenstadt dank eines Gewittersturms, der die Markierung des Zielgebiets verweht, verschont. Dafür treffen die Bomben die Vorstädte, vor allem Rintheim, Hagsfeld und Grötzingen. Schäden gibt es auch am Mühlburger Tor und um das St.-Vincentius-Krankenhaus.
27. Mai 1944
Bei einem Großangriff amerikanischer Verbände auf Bahnanlagen in Südwestdeutschland werden der Rangierbahnhof und die Süd- und Oststadt schwer getroffen. 108 Karlsruher sterben, das Gottesauer Schloss, die Liebfrauen-, Johannis- und Evangelische Stadtkirche sind schwer beschädigt.
11. Juni 1944
Im Staatstheater findet im Rahmen der Richard-Strauss-Tage eine Ehrung des Komponisten zum 80. Geburtstag statt.
9. Juli 1944
Letzte Aufführung des Badischen Staatstheaters: "Figaros Hochzeit".
21. Juli 1944
Reinhold Frank, wegen Zugehörigkeit zum Widerstand gegen das NS-System 1945 hingerichtet. StadtAK 8/PBS oIII 1691Reinhold Frank, Rechtsanwalt und Strafverteidiger politisch Verfolgter, wird in seiner Karlsruher Wohnung verhaftet. Er gehört als "politischer Unterbeauftragter" für Baden zum Widerstandskreis um Carl Goerdeler. Nachdem ihn der Volksgerichtshof zum Tode verurteilt hat, findet am 23. Januar 1945 in Berlin seine Hinrichtung statt.
 
25. Juli 1944
Bei einem Bombenangriff werden u. a. die Evangelische Stadtkirche, St. Stephan, das Ständehaus und erneut Schloss Gottesaue schwer getroffen.
9. August 1944
Beginn einer anhaltenden Serie von Luftangriffen bei Tag auf die Stadt. Sie werden fortgesetzt am 5., 8. und 15. September, 19. Oktober, 5. November, 11. Dezember 1944 und 10. Januar 1945.
27. September 1944
Blick auf das zerstörte Zentrum der Stadt am Marktplatz, 1946. <br />StadtAK 8/Alben 5, S. 827bFast eine halbe Million Brandbomben fallen bei einem Fliegerangriff vor allem auf die Innenstadt und die Weststadt. 52 Tote werden gezählt und zahlreicher Gebäude zerstört, darunter Schloss, Rathaus, Staatstheater, Kunsthalle, Orangerie, Künstlerhaus.
 
28. November 1944
Erster Jagdbomber-Angriff auf Karlsruhe im Gebiet Aue-Grünwettersbach. Bis Kriegsende werden etwa 30 solcher Angriffe registriert, gegen die die deutsche Flugabwehr keine geeigneten Abwehrmittel besitzt.
4. Dezember 1944
Größter Sprengbombenangriff auf Karlsruhe, der in Durlach beginnend über der Weststadt und Mühlburg die stärkste Intensität erreicht. 375 Menschen sterben, allein etwa 100 im öffentlichen Luftschutzraum unter dem Gasthof "Drei Linden" in Mühlburg, ganze Häuserzeilen werden total zerstört.
 
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