Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1932
Erstellung der Holzhaussiedlung an der Pulverhausstraße (Stadtrandsiedlung) für Erwerbslose. Die Häuser haben zur Selbstversorgung jeweils einen großen Garten. Innerhalb von drei Jahren entstehen etwa 200 einfache Häuser zunächst ohne Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Gas.
1. Februar 1932
Die Lokalbahnstrecke durch die Kapellenstraße um 1910. Im Vordergrund rechts das Bahnhofsgebäude, in der Bildmitte die Kapelle des alten städtischen Friedhofs. <br />StadtAK 8/PBS oXIIIb 126Schließung des Bahnhofs der Lokalbahn Durmersheim-Spöck an der Kapellenstraße und damit der innerstädtischen Lokalbahnstrecke. Der Bahnhof wird am 30. August 1937 abgerissen.
 
10. April 1932
Bei den Reichspräsidentenwahlen liegt im Ergebnis der Amtsinhaber Paul von Hindenburg deutlich vor Adolf Hitler.
31. Juli/6. November 1932
Bei den Reichstagswahlen im Juli und November erhalten die extremen Parteien mehr als die Hälfte der Stimmen: NSDAP 40,3 %, KPD 10,3 % im Juli. Im November verschiebt sich das Verhältnis leicht zugunsten der KPD: NSDAP 37,7 %, KPD 13,0 %.
November 1932
Die Ausstellung von Professoren der Landeskunstschule (Akademie) mit Beiträgen von August Babberger, Karl Hubbuch, Wilhelm Schnarrenberger und Paul Speck im Badischen Kunstverein stößt in der rechtsradikalen Presse auf schärfste Proteste.
Dezember 1932
Auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise registriert die Stadt 9.708 Arbeitslose.
5. Dezember 1932
Beginn der Organisation des Luftschutzes.
 
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