Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1930
Die Stadt kauft das Gelände des alten Bahnhofs an der Kriegsstraße von der Reichsbahn.
1930
Die Bebauung um den Kolpingplatz nach Plänen Hermann Billings beginnt.
3. Januar 1930
Im Residenz-Theater wird mit dem amerikanischen Film "Submarine" erstmals ein Film vorgeführt, bei dem über Schallplatte der Ton zu den Bildern gleichzeitig eingespielt wird. Mit "The Singing Fool" wird knapp drei Monate später der erste vollsynchronisierte Film in der Schauburg gezeigt.
1. April 1930
Das Badische Landestheater wird als staatliche Institution gemeinsam von Stadt und Land betrieben und verwaltet.
1. April 1930
Karlsruhe erhält im Norden durch die Aufteilung der abgesonderten Gemarkung Hardtwald eine Gebietsvergrößerung um etwa 1.300 ha. Fast 34 % der Gemarkungsfläche sind nun mit Wald bewachsen.
22. April 1930
Das Palais der Gräfin Solms geht als Vermächtnis in den Besitz der Stadt über. Heute befinden sich dort Ecke Reinhold-Frank-/Bismarckstraße das Gästehaus der Stadt und das Standesamt.
1. Juni 1930
20.000 Zuschauer kommen zum Karlsruher Großflugtag.
14. Juni 1930
Verhaftung von Nationalsozialisten wegen verbotenen Uniformtragens.
11. - 14. Juli 1930
Veranstaltung "Der Badische Heimattag" als "Welttreffen der Badener". Auf dem gleichzeitig abgehaltenen Kongress der "führenden Badener in Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft" hält der Philosoph Martin Heidegger erstmals seinen Vortrag "Vom Wesen der Wahrheit".
14. September 1930
Bei den Reichstagswahlen wird die NSDAP stärkste Partei in Karlsruhe.
2. November 1930
Einweihung des von Hermann Binz geschaffenen Gefallenendenkmals der Stadt auf dem Ehrenfriedhof des Hauptfriedhofs.
10. November 1930
Die Karlsruher Notgemeinschaft wird gegründet. Dieser Zusammenschluss der karitativen Verbände soll vorwiegend die Not jener lindern helfen, die als "Wohlfahrtserwerbslose" keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosenunterstützung haben. Das waren bei der Gründung bereits 2.500, 1932 werden 6.430 gezählt.
16. November 1930
Bei den Wahlen zum Bürgerausschuss wird die NSDAP mit 28 von 84 Abgeordneten stärkste Fraktion, womit sie bei dem vom Bürgerausschuss am 8. Dezember gewählten Stadtrat ebenfalls mit 8 von 24 Stadträten am stärksten vertreten ist.
21. November 1930
Eröffnung des Studentenhauses beim Durlacher Tor nach Plänen von Fritz Hirsch.
19. Dezember 1930
Im Landtag im Ständehaus kommt es zu einer Schlägerei zwischen Abgeordneten des Zentrums und der Nationalsozialisten.
 
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