Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1929
Einfamilienhäuser in der von Walter Gropius geplanten Dammerstocksiedlung. <br />StadtAK 8/PBS oXIIIa 278Baubeginn der Dammerstocksiedlung. Organisatorisch-finanziell zeichnet die Stadt, planerisch der Bauhausleiter Walter Gropius verantwortlich. Vom 28. September bis 3. November findet im Dammerstock die Ausstellung"Gebrauchswohnung" statt.
 
1929
Die Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe wird liquidiert.
1929
Die in den ehemaligen Räumen des Appollo-Varietétheaters in der Marienstraße eröffnete Schauburg ist mit 600 Plätzen der erste Bau eines echten Großraumkinos in der Stadt.
Februar 1929
Das Badische Konservatorium wird zur Badischen Musikhochschule erweitert. Sie ist im Palais Bürklin an der Kriegsstraße untergebracht.
1. April 1929
Eingemeindung Bulachs.
1. April 1929
Einweihung der neuen Feuerwache an der Ritterstraße.
23. April 1929
Eine Rede des Kommunisten Max Hölz in der Festhalle endet in einer Schlägerei, bei der es Verletzte gibt. Provoziert wird sie durch zahlreiche Nationalsozialisten, die die Rede immer wieder unterbrechen.
27. April 1929
Gründung der Badischen Landesbausparkasse. Sie verlegt 1946 ihren Sitz nach Karlsruhe.
1. August 1929
Fertigstellung der im Bauhausstil von Walter Merz geplanten Städtischen Vogelschutzwarte beim Rheinstrandbad Rappenwört. Sie wird aus finanziellen Gründen am 31. März 1934 wieder geschlossen und von Waldarbeitern für Wohnungen, Werkstätten und Abstellräume zweckentfremdet. Seit 1982 werden die renovierten Gebäude von der Staatlichen Vogelschutzwarte Baden-Württemberg genutzt.
3. August 1929
Rintheim wird an das Straßenbahnnetz der Stadt angeschlossen.
27. Oktober 1929
Bei den Landtagswahlen siegt in Karlsruhe die SPD. Die NSDAP erhält 11,4 % der Stimmen, mehr als das Doppelte der KPD-Anteile.
1. November 1929
Das französische Michelin-Reifenwerk verhandelt mit der Stadt über die Errichtung einer Fabrik auf dem Industriegelände Oberfeld.
6. - 10. November 1929
Unter Leitung von Josef Krips findet im Rahmen der traditionellen Karlsruher Herbsttage ein Bruckner-Fest statt.
15. November 1929
Unter dem Titel "Zeittheater" beginnt ein Zyklus moderner Theaterstücke, der zu Diskussionen und Protesten führt. Diese kommen lautstark auch von nationalsozialistischer Seite.
10. Dezember 1929
Der nationalsozialistische Ideologe Alfred Rosenberg referiert über den "Schicksalskampf der deutschen Kultur". Im Anschluss daran gründen im Frühjahr 1930 August Gebhard, Hans Adolf Bühler und Otto Wacker die Karlsruher Ortsgruppe "Kampfbund für deutsche Kultur".
16./17.Februar 1929
Albert Schweitzer gibt in Karlsruhe ein Orgelkonzert.
 
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