Karlsruher Stadtchronik
Ereignisse der Dekade
- 11. Januar 1917
- Der Stadtrat beschließt die Anlage von Kleingärten am nördlichen Albufer (heute Beiertheimer Feld) auf 15.000 qm ehemaligem Müllablageplatz.
- 30. März 1917
- 400 Arbeiterinnen der Geschossabteilung der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik streiken für eine Lohnerhöhung.
- 20. April 1917
- Die Archivkommission beschließt die Einrichtung eines städtischen Scheffel-Museums und -Archivs. Leiter wird Werner Kremser.
- 28. Juni 1917
- Der Stadtrat beschließt eine weitere Einschränkung der Straßenbeleuchtung, um Kohle zu sparen. Aus diesem Grund hatten im Februar die Volksschulen auf unbestimmte Zeit geschlossen werden müssen. Am 6. August wird die Straßenbeleuchtung eingestellt, am 25. August der Gasverbrauch eingeschränkt.
- 11. Oktober 1917
- Die Maschinenbaugesellschaft feiert die Fertigstellung der zweitausendsten Lokomotive und zugleich 80-jähriges Firmenjubiläum.
- 10. November 1917
- In der Marmeladenfabrik Stern & Cie streiken 420 Arbeiterinnen für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.
- 16. November 1917
- Der auch in Karlsruhe gegründete Ortsverein der "Deutschen Vaterlandspartei" tritt mit Forderungen nach einem "Siegfrieden" an die Öffentlichkeit. Nachdem andere Parteien sich in unterschiedlicher Weise ebenfalls zur Friedensresolution des Reichstages vom 19. Juli geäußert hatten, ist auch in Karlsruhe im Herbst der innenpolitische Burgfrieden beendet.
- 22. Dezember 1917
- Bis 16. Januar 1918 bleibt die Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik wegen Rohstoff- und Kohlemangel geschlossen.
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