Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
Mai 1916
Fertigstellung der Tulla-Schule an der Tullastraße.
1. Mai 1916
Fertigstellung des Südwestbeckens (heute Becken IV) im Rheinhafen.
11. Mai 1916
Zu den bestehenden vier Volksküchen des Frauenvereins wird der Betrieb einer Zentralküche eingerichtet, die mit fahrbaren Kesseln in der Stadt für die ärmere Bevölkerung warme Mahlzeiten zu niedrigem Preis abgeben soll.
22. Juni 1916
Ein Bombenangriff von fünf französischen Flugzeugen fordert 120 Todesopfer und 169 Verletzte. Unter den Opfern sind zahlreiche Kinder, die die Nachmittagsvorstellung eines Zirkus vor dem Ettlinger Tor besuchen. Wie sich später herausstellt, war das eigentliche Ziel des Angriffs der Hauptbahnhof, der auf den veralteten Karten der Franzosen noch an der Kriegsstraße eingezeichnet war, wo er sich bis 1913 befand. Die Bombardierung Karlsruhes gilt als Vergeltung für einen deutschen Bombenangriff auf Bar le Duc, dem 85 Menschen zum Opfer fielen.
25. Juli 1916
Der Bürgerausschuss diskutiert die Probleme der Lebensmittelversorgung in der Stadt, die sich aus der zunehmenden Zahl bewirtschafteter Lebensmittel und auch sonstiger Gebrauchsartikel in der Folge des Krieges ergeben.
Oktober 1916
Inbetriebnahme des Brunnens auf dem Haydnplatz. Wie die architektonische Anlage des bis 1914 weitgehend umbauten Platzes, stammt auch der Entwurf des Brunnens von Heinrich Sexauer.
Dezember 1916
Die Städtische Milchversorgung in der Zähringerstraße 45/47 nimmt ihren Betrieb auf.
29. Dezember 1916
Oberhofmarschall Freiherr Leopold von Freystedt schenkt der Stadt sein am Isteiner Klotz gelegenes 280.000 qm großes Weingut. Mit dem Ertrag aus Bewirtschaftung oder Verkauf soll kriegsbedingte Not gelindert werden. 1953 wird das nicht mehr rentable Gut verkauft.
 
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