Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1915
Die Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik an der Gartenstraße vor 1895. StadtAK 8/PBS oXIVf 4Nach Plänen von Philipp Manz entsteht auf dem westlichen Teil des Geländes der Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik an der Gartenstraße der 312 m lange Block A mit seinen zehn Lichthöfen.
 
1. Januar 1915
Um den Betrieb der städtischen Straßenbahn und der privaten Lokalbahn besser aufeinander abzustimmen, erwirbt die Stadt die Lokalbahn Durmersheim-Spöck.
15. März 1915
Warteschlangen vor dem Städtischen Arbeitsamt, Frauenabteilung, in der Zähringerstraße 100 bei der Ausgabe von Zusatzbrotkarten. Im Vordergrund links das Rathaus. StadtAK 8/PBS oVI 194Mit der Ausgabe von Brot- und Mehlkarten wird das System der Lebensmittelkarten eingeführt, das die Ernährung mit knapp gewordenen Lebensmitteln sichern soll.
 
22. März 1915
Die Albtalbahn erhält an der Reichsstraße (heute Ebertstraße) einen neuen Endbahnhof.
15. Mai 1915
Die von Wilhelm Vittali geplanten Bauten am südlichen Stadtgarteneingang gegenüber dem Hauptbahnhof werden eingeweiht.
15. Juni 1915
In etwa 1.000 - 2.000 Karlsruher Haushaltungen werden Flugblätter mit Antikriegsparolen verteilt. Urheberinnen sind Mitglieder der sozialistischen Frauenbewegung.
15. Juni 1915
Bei dem ersten Luftangriff auf Karlsruhe vom 15. Juni 1915 wurde das Haus Kriegsstraße 51 schwer getroffen. StadtAK 8/PBS oVI 236Die Stadt erlebt zwei Tage vor ihrem 200. Gründungstag den ersten Fliegerangriff , der 29 Todesopfer und 58 Verletzte fordert.
 
30. Juli 1915
Die Stadtverwaltung eröffnet in der Kaiserstraße 175 eine ständige Verkaufsstelle für Lebensmittel. Nachdem im Laufe des Jahres zahlreiche Bestimmungen über Lebensmittelbewirtschaftung erlassen wurden, soll damit dem Lebensmittelwucher entgegengewirkt werden.
11. Dezember 1915
Einweihung des Konzerthauses am Festplatz. Es ist das erste von der Stadt errichtete Gebäude, das nur künstlerisch-musikalischen Zwecken dienen soll. Das fast gleichzeitig fertig gestellte neue Ausstellungsgebäude gegenüber der Festhalle hat im Sommer die Militärverwaltung beansprucht, weswegen die Vollendung des Innenausbaus erst nach Kriegsende erfolgt. Beide Gebäude plante das Architekturbüro Curjel & Moser.
 
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