Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1914
In Karlsruhe erscheinen 75 Zeitschriften und Zeitungen.
26. Februar 1914
Der "Städtische Nachrichtendienst" wird geschaffen. Durch ihn sollen Nachrichten aus der Stadtverwaltung der Presse mitgeteilt und zu wichtigen Fragen sachkundig Auskunft erteilt werden.
24. März 1914
Der Bürgerausschuss beschließt die Einrichtung eines Schwimmbades beim städtischen Elektrizitätswerk am Rheinhafen, das am 4. Juni 1915 eröffnet wird.
24. April 1914
Neubau des von Wilhelm Kreis und Camill Frei geplanten und mit Bildhauerarbeiten von Hermann Binz geschmückten Warenhauses Knopf (heute Karstadt) eröffnet. Am 25. November 1913 war der vom Architekturbüro Curjel & Moser geplante Neubau des Warenhauses Tietz (später Hertie, heute Karstadt) fertig gestellt.
30. Juli 1914
Der Bürgerausschuss genehmigt die Mittel zum Bau der Straßenbahn nach Neureut, der von den beiden Neureuter Gemeinden angeregt worden war. Der Kriegsausbruch verhindert die Ausführung des Projektes.
31. Juli 1914
Schutzleute in Begleitung von Trompetern der Feuerwehr verkünden am Nachmittag in der Stadt die Erklärung des Kriegszustandes durch Kaiser Wilhelm II.
1. August 1914
Das Großherzogspaar wird am Tag der Mobilmachung bei seiner Rückkehr in die Stadt von einer großen Menschenmenge begrüßt, die das Deutschlandlied ("Deutschland, Deutschland über alles") anstimmt.
10. August 1914
Nachdem in den Tagen zuvor ein großer Teil des Pferdebestandes beschlagnahmt wurde, fahren an diesem Tag auf dem Gutenbergplatz die Kraftwagen vor, um von der Militärbehörde für ihre Zwecke ausgewählt zu werden.
22. August 1914
Auf den Plakatsäulen prangten 1914 Ankündigungen von Siegesfeiern. Die Aufnahme entstand in der Kaiserstraße, im Hintergrund das Warenhaus Knopf (heute Karstadt). StadtAK 8/PBS oVI 449Mit Glockengeläute von allen Kirchtürmen und einer großen Versammlung auf dem Schlossplatz feiert die Stadt den Sieg deutscher Soldaten zwischen Metz und den Vogesen.
 
24. August 1914
Zum Schutz städtischer Einrichtungen nimmt für die Dauer des Krieges eine Bürgerwehr ihre Tätigkeit auf.
September 1914
Von 1.028 städtischen Beamten sind 479, von 1.456 Arbeitern 597 zum Kriegdienst eingezogen.
17. September 1914
Der verstorbene Ehrenbürger Wilhelm Klose hinterlässt der Stadt 500.000 Mark zur Verschönerung der Stadt mit Kunstwerken.
November 1914
Zu Beginn des Monats sind etwa 16.000 Soldaten und Offiziere bei Karlsruher Familien einquartiert, da die Kasernen für die hier zusammengezogenen Truppen nicht ausreichen.
 
Ereignisse der nächsten Dekade ansehen