Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1896
Die Stadt erhält die Siegelsche Sammlung europäischer Druckgraphik geschenkt. Sie bildet den Grundstock der Städtischen Kunstsammlung.
1896
Gründung des Künstlerbundes Karlsruhe durch Leopold Graf von Kalckreuth.
1896
Im Realgymnasium in der späteren Englerstraße beginnt in diesem Schuljahr der Unterricht nach einem reformierten Lehrplan. In dieser vom Stadtrat schon 1890 gewünschten Reformschule erhalten in den fünf unteren Klassen alle Schüler den gleichen Unterricht, erst dann findet eine Differenzierung in Gymnasium und Realgymnasium statt. Dies wird ein Vorbild für Reformen im Schulwesen.
8. Januar 1896
Die Höhere Bürgerschule, seit 1891 Oberrealschule, bezieht in Anwesenheit des Großherzogs den von Wilhelm Strieder geplanten Neubau in der Kaiserallee 6. Sie erhält den Namen Friedrichsschule (heute Helmholtzgymnasium).
12. Mai 1896
Der Bürgerausschuss beschließt den Bau des Rheinhafens. Der Landtag bewilligt dazu einen Zuschuss von zwei Millionen Mark.
4. Juni 1896
Erste Fronleichnamsprozession in der Stadt, nachdem diese in dem eingemeindeten Mühlburg seit 1887 stattfinden.
29. Juni 1896
Die nach einem Vorentwurf von Franz Baer von Jakob Friedrich Hemberger und seinem Sohn Hermann Hemberger ausgeführte Grabstätte der badischen Fürsten, das Mausoleum im Fasanengarten, wird eingeweiht.
9. September 1896
Zum 70. Geburtstag huldigt die Stadt und das Land dem Großherzog mit einem Festzug, an dem etwa 4.000 Menschen beteiligt sind.
 
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