Karlsruher Stadtchronik
Ereignisse der Dekade
- 1875
Fertigstellung des Gebäudes der Generaldirektion der Großherzoglich Badischen Staatsbahn in der Lammstraße am Friedrichsplatz.
- 1875
- In der Rüppurrer Straße wird ein zweites, konfessionell gemischtes Lehrerseminar eröffnet.
- 1875
- Zahlreiche Firmenzusammenbrüche markieren das Ende der sogenannten Gründerjahre.
- 1875
- Als Organ der "Süddeutschen", später "Freisinnigen Volkspartei", erscheint der "Badische Landbote", dessen Herausgabe 1914 wieder eingestellt wird.
- 1875
- Die zwischen Preußen und Baden abgeschlossene Militärkonvention hat die Auflösung des badischen Kriegsministeriums zur Folge. Karlsruhe wird Sitz des Generalkommandos des XIV. Armeekorps, das seinen Sitz in dem Neubau Bismarckstraße 2, dem sogenannten Werderschen Palais, nimmt. Das im zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäude wird 1954 abgebrochen.
- 10. Februar 1875
- Gründung der Volksbibliothek für das Lesebedürfnis der ärmeren Schichten. Sie wird von Anfang an von der Stadt unterstützt, die seit 1893 die Räumlichkeiten stellt.
- 17. März 1875
- Oberbürgermeister Wilhelm Lauter wird wiedergewählt. Erster Bürgermeister wird Karl Schnetzler. Die Neuwahl sämtlicher Gemeindegremien ist notwendig durch das Gesetz über die neue Städteordnung vom 24. Juni 1874. Sie setzt an die Stelle der Bürgergemeinde das Prinzip der Einwohnergemeinde, die alle ortsansässigen und über 24-jährigen Männer gleichstellt.
- Mai 1875
- Der am Platz des Ettlinger Tors errichtete Malschbrunnen ist fertig gestellt. Er ist von Heinrich Lang und Otto Warth (Architektur) sowie Friedrich Moest (Skulpturen) entworfen worden. Er soll an die Fertigstellung der Karlsruher Wasserversorgung erinnern.
- 12. Mai 1875
- Feierliche Einweihung des Synagogenneubaus in der Kronenstraße. Architekt ist Josef Durm.
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