Karlsruher Stadtchronik
Ereignisse der Dekade
- 1813
- Nach der regen Bautätigkeit, die die Erhebung Badens zum Großherzogtum auslöste, gibt es nun 899 Häuser (gegenüber 488 im Jahre 1801) in der Stadt.
- 1813
- Prinzessin Friederike, die Frau des ehemaligen Königs Gustav IV. von Schweden, erwirbt das von Johann Fr. Weyhing erbaute Palais in der heutigen Hans-Thoma-Straße 1. Seitdem wird das Gebäude auch "Schwedenpalais" genannt.
- 1813
- In Karlsruhe werden Sammlungen veranstaltet zur Bildung eines freiwilligen Jägerkorps "zur Erhaltung Badens, zur Erkämpfung deutscher Freiheit und Unabhängigkeit". Aufgerufen dazu hatte Großherzog Karl am 9. Dezember 1812. Damit wird auch hier die Abkehr von Napoleon und der Anschluss an die deutsche Sache dokumentiert.
- 1813
- Gottlieb Braun, Buchhändler aus Heidelberg, erhält die Genehmigung zur Niederlassung als Sortimentsbuchhändler in der Stadt.
- 7. Januar 1813
- In einem Rundschreiben an den Karlsruher Handelsstand wird zu einem organisatorischen Zusammenschluss aufgerufen. Am 18. Januar findet die erste Versammlung statt. Tagungslokal ist das "Eckzimmer eine Stiege hoch" im Lokal des Museums am Marktplatz, wo sich heute ein Modehaus befindet.
- 28. Januar 1813
Grundsteinlegung für den Neubau der Museumsgesellschaft Ecke Ritter- und Lange Straße, der von Friedrich Weinbrenner geplant worden war. Die Einweihung findet am 9. Dezember 1814 statt.
- 18. Februar 1813
- Die Reste (etwa 144 Mann) der ehemals 6.700 badischen Soldaten, die bei Napoleons Feldzug gegen Russland mitmarschierten und -kämpften, kehren nach Karlsruhe zurück.
- 25. September 1813
- Das "Pfandhaus", dessen Einrichtung ein Edikt von Großherzog Karl vom 12. Dezember 1812 anordnete, wird im Rathaus hinter der "Großen Metzig" eröffnet.
- 28. November 1813
- Kaiser Alexander von Russland besucht Karlsruhe. Freiherr Karl Drais von Sauerbronn führt einen von Menschenkraft getriebenen Wagen vor.
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