Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1796
Die Stadterweiterung erfordert die Verlegung des Ettlinger Tores nach Süden an das Ende der heutigen Karl-Friedrich-Straße. Es besteht zunächst aus Holz. Vom Ettlinger Tor nach Osten wird die Kriegsstraße angelegt. Ihre Verlängerung nach Westen erfolgt bis 1809/10, nachdem der Markgraf im Jahre 1800 im Tausch Beiertheimer Gemarkung für die Stadt erworben hat.
25. Februar 1796
Der Markgraf ermächtigt Theodor Kreglinger, neben einer Reichsposthalterei eine markgräfliche badische Landpost zu unterhalten.
12. Juli 1796
Französische Truppen besetzen die Stadt, nachdem der Waffenstillstand vom 1. Januar 1796 ohne Friedensschluss am 31. Mai beendet wurde. Der Markgraf hat die Residenz bereits am 29. Juni verlassen. Ein Teil der Bevölkerung verbrüdert sich mit den Franzosen. Es kommt zu Requisitionen und Kontributionen.
14. September 1796
Frühmorgens stürmen kaiserliche Truppen die von Franzosen besetzte Stadt. Im Verlauf der Kämpfe in den Straßen, die im Westen am Mühlburger Tor besonders heftig sind, werden auch einige Bürger verletzt und getötet. Schaden richtet auch die Beschießung der Stadt mit Kanonen an. Gegen 11.00 Uhr ziehen sich die Franzosen unter großen Verlusten an Gefallenen und Gefangenen zurück. Die "Franzosenfreunde" in der Stadt sehen das, wie ein Chronist der Ereignisse berichtet, mit großem Bedauern. In den folgenden Wochen marschieren fast täglich Truppen durch Karlsruhe.
12. November 1796
Tausende von Bürgern empfangen schon vor der Stadt den zurückkehrenden Markgrafen und die Stadt feiert seine Ankunft.
27. November 1796
In Stadt und Land wird das 50-jährige Regierungsjubiläum von Markgraf Karl Friedrich festlich begangen.
 
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