Karlsruher Stadtchronik

 

Ereignisse der Dekade

 
1718
Der Stadtrat beschließt die Anlage eines Friedhofes hinter dem für den Bau der späteren Konkordienkirche vorgesehenen Platz (heutiger Marktplatz).
1718
Im Stadtgebiet zwischen Zirkel, Lange Straße, Waldhorn- und Waldstraße stehen etwa 60 Häuser, dazwischen liegen Wiesen und Gärten.
1718
Nathan Uri Kahn wird erster Rabbiner der Karlsruher Juden.
24. März 1718
55 Bürger wählen den Bürgermeister. Erster Karlsruher Bürgermeister und zugleich Stadtrechner wird der aus Straßburg stammende, über Mühlburg und Durlach nach Karlsruhe gekommene Wirt des "Waldhorn", Johann Sembach.
17. Juni 1718
Die vom Schloss ausgehenden Radialstraßen erhalten anlässlich des vierten Ordensfestes des Hausordens der Treue die Namen der Ordensherren. Etwa zehn Jahre später werden dafür bei der Mehrzahl schon die Namen der an ihnen liegenden größeren Wirtshäuser gebräuchlich.
September 1718
Nach Vollendung des Schlossbaues werden die markgräflichen Behörden (Geheimer Rat, Hofrat, Rentkammer, Landschreiberei, fürstliches Militär) von Durlach nach Karlsruhe verlegt.
12. September 1718
Die Karlsruher Bürger richten eine umfangreiche Bittschrift an den Markgrafen. Sie fordern u. a. die Wahl eines Stadtrates, der die städtischen Angelegenheiten verwalten sollte. Dies wird vom Markgrafen zugestanden.
24. November 1718
Erste Sitzung des von den Bürgern gewählten Stadtrates. Ihm gehören der Bürgermeister und je drei Rats- und Gerichtsherren an. Die Ratssitzungen finden in einer gemieteten Stube im Haus Vorderer Zirkel 1, häufig aber auch im "Waldhorn" statt. Angestellte der Stadt werden zunächst nur der Nachtwächter, der Stadtknecht und der Bettelvogt.
 
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