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Datenbank der Kulturdenkmale

Ehemaliges Betriebswerk Karlsruhe 1

Petergraben, Betriebshof der Deutschen Bundesbahn, (Flst. 19940), Beiertheim-Bulach

Ausweisungstext der amtlichen Denkmalliste

Betriebshof der Deutschen Bundesbahn, ehemals Betriebswerk Karlsruhe 1

 

Stellwerk 8 (Flst. 19940) §2

Dieses Stellwerk wurde wohl 1913 errichtet, es ist ein reines Weichenwärterstellwerk (Ww) mit mechanischen Stellanlagen für den westlichen Teil der Aufstellgleise. Die mechanischen Stellanlagen der Bauart Bruchsal J wurden hier kürzlich mit den Spannwerken ausgebaut und die entsprechen Gleise auf Handweichenbetrieb umgestellt. Der Bautyp wurde von den etwa gleichzeitigen Stellwerken der Preuß.-Hess. Staatsbahn beeinflusst und von dem dort tätigen Oberbaurat Friedrich Mettegang (gest. 1912) geprägt. Es zeigt sich eine enge bauliche Verwandtschaft mit den nicht mehr erhaltenen Stellwerken in Darmstadt Hbf (1907/11). Von diesen wurden das hohe Walmdach und der verbretterte Oberbau entlehnt. Die früheren badischen Stellwerke (Wilferdingen, Mannheim Rbf, Donaueschingen) hatten - analog zu den Stellwerken der Pfalzbahn - Oberbauten aus unverputztem Stahlfachwerk und erheblich flachere Dächer. Bis auf die Stellanlagen und die Originalfenster ist Stellwerk 8 unverändert. Im massiven Erdgeschoss befinden sich der Spannwerksraum und ein WC, eine innen liegende Treppe, im Obergeschoss befindet sich der Stellwerksraum. Für die frühen Bauten dieses Typs ist im Oberbau das auf der Innenseite freistehende Stützensystem charakteristisch.

 

Stellwerk 9 (Flst. 19940)  § 2

Das Gebäude war ursprünglich baugleich mit Stellwerk 8 (spiegelverkehrt) und für den östlichen Teil der Ausweichgleise zuständig. Die Technik wurde nachträglich (im 2. Weltkrieg oder unmittelbar nach 1945) auf E 43 umgestellt. Das Stellpult der Firma Siemens & Halske mit Fabriknummer hat sich erhalten. Vgl. Stellwerk 8

 

Stellwerk 6 (Flst. 19940)  § 2

Das Gebäude ist gleichzeitig mit den Stellwerken 8 und 9 entstanden. Das Stellwerk ist architektonisch aufwändiger und größer, zeigt sich jedoch formal mit den Stellwerken 8 und 9 eng verwandt. Angebaut wurde hier jedoch ein zusätzlicher langgestreckter Betriebs- und Lampenraum. Das gut erhaltene Gebäude wurde nachträglich ebenfalls mit der Technik E 43 ausgestattet. Vgl. Stellwerk 8 und 9. Die technische Ausstattung (elektromechanische Stellanlagen) in den Stellwerken 6 und 9 sind wesentliche Bestandteile des Denkmals.

 

Triebwagen- und Reisezugwagenhalle (Flst. 12347)  § 2

Die Triebwagenhalle ist ein Bau aus verputztem Stahlfachwerk. Sie steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Stationierung der ersten Dieseltriebwagen Ende der 30er Jahre in Karlsruhe. Das ausgedehnte Netz der Flachlandstrecken in der Vorderpfalz war für ein Pilotprojekt vorgesehen. Die Rechteckhalle ist bis auf die neuen Schiebetore und die mit breiteren Sprossen erneuerten Metallfenster noch unverändert. Im Inneren befinden sich Untersuchungsgruben und Krananlagen zur Triebwagenwartung. Im Nordostteil bestehen eine Reparaturwerkstatt und ein Aufenthaltsgebäude. Neben der Gleisharfe vor der Halle befinden sich ein Bockkran und ein Achslager, das bis 15.05.06 noch bestückt war. Zum Denkmal gehört auch der Bockkran vor der Einfahrt.


Denkmal nach § 2 (Kulturdenkmal) Denkmalschutzgesetz

Baujahr 1913
 

Triebwagen- und Reisezugwagenhalle
Bild: PBe, 2013

 

Stellwerk 8
Bild: PBe, 2013

 

Stellwerk 9
Bild: PBe, 2013