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Datenbank der Kulturdenkmale

Staatliche Kunsthalle

Hans-Thoma-Str. 2, Innenstadt-West

Ausweisungstext der amtlichen Denkmalliste

Staatliche Kunsthalle, in den Formen eines italienischen Frührenaissance-Palazzos als Vierflügelanlage geplant, ausgeführt nur zweigeschossiger Hauptflügel und die Stümpfe der Seitenflügel, auf den Balkonbrüstungen Statuen, Sinnbilder der Malerei und Bildhauerei, monumentale Treppenhalle mit flacher Kassettendecke, das große Wandbild zeigt die Einweihung des Freiburger Münsters und weitere Wandbilder von Moritz von Schwind (1841-43) und Lünettenmalereien von Rudolf Gleichauf (1894); Seitenflügelerweiterung von Josef Durm (1893-96), dem Plan von Hübsch folgend. Erweiterungsbau, sog. Thomabau von Heinrich Amersbach (1908-09), Moderner Erweiterungsbau von Prof. Heinz Mohl (1982-89) mit einer Plastik "Karlsruher Kopf" (Horst Antes, 1983/85).
Das Gebäude ist einer der frühesten selbständigen Museumsbauten Deutschlands. 1944 schwer beschädigt, Wiederaufbau 1949-1952 durch das Hochbaureferat der Landesbezirksdirektion der Finanzen.

Ergänzende Informationen des Stadtarchivs

Ein Gesamtkunstwerk entworfen von Heinrich Hübsch

Wer das Hauptgebäude der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe betritt, ist umgeben von einer Architektur, die den Museumsbesuch zu einem besonderen Raum-Erlebnis werden lässt. Zu Beginn des 19. Jahr­hunderts von Heinrich Hübsch als Gesamtkunstwerk aus Architektur, Malerei und Skulptur konzipiert, schreitet der Besucher Räume ab, deren Gestaltung durch verschiedene Raumgrößen und Wandfarben auf das ästhetische Empfinden des Menschen einwirken sollte. Die Kunsthalle Karlsruhe ist einer der ersten Museumsbauten in Deutsch­land und einer der wenigen, die in seiner originalen Gestaltung noch weitgehend erhalten ist. 

Text: Staatliche Kunsthalle/Dr. Jutta Hietschold

Denkmal nach § 2 (Kulturdenkmal) Denkmalschutzgesetz

 

Die Fassade der Staatlichen Kunsthalle
Bild: Pankoke, 2012