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Datenbank der Kulturdenkmale

Wasserturm des Staatlichen Fernheiz- Elektrizitäts- und Wasserwerkes Karlsruhe

Ahaweg 4, Innenstadt-West

Ausweisungstext der amtlichen Denkmalliste

Wasserturm des Staatlichen Fernheiz- Elektrizitäts- und Wasserwerkes Karlsruhe. 1866 erbaut vom Großherzoglichen Hofbauamt, Bauinspektor Dyckerhoff (Architektur), Ingenieure (Technik).

Ursprünglich mit Zinnenkranz, 1904 aufgesetztes Behälterteil. Turm erhalten mit technischer Ausstattung: Originalbehälter, ringförmige Reservoire, sind aufgrund ihrer Seltenheit von nationalem Interesse. Zugehörige Einfriedungsmauer mit Neptunkopf (1801 von Tobias Günther, bis 1867 ursprünglich Durchgang unter Erbprinzenstraße), Brunnenschacht (erhalten?). Sachgesamtheit


Ergänzende Informationen des Stadtarchivs

Der Wasserturm am Ahaweg stellt ein Zeugnis der ersten Zentralen Wasserversorgung in Karlsruhe dar. Er diente zur Versorgung des Schlosses und der Parkanlagen.

Der Wasserturm wurde im Jahr 1866 erbaut. Das Bauwerk wurde aus Buntsandstein in einem achteckigen Grundriss gemauert. Die Höhe betrug in dieser ersten Bauphase 33 Meter. Im oberen Drittel des Turmes wurden zwei gusseiserne Wasserbehälter als Ringbehälter eingebaut.

Im Jahr 1904 wurde über dem oberen Behälter ein zusätzlicher Stahlbehälter angeordnet. Zum Schutz wurde eine Betonwand auf dem bestehenden Gesimsband ebenfalls achteckig aufbetoniert. Der Dachstuhl des aufgesetzten Daches wurde als Stahlkonstruktion ausgebildet.

Im unteren Bereich führt eine gut erhaltene Naturstein-Wendeltreppe bis zu einem in 13 Meter Höhe angeordneten Zwischenpodest, das mit einer Stahlkonstruktion auf Buntsandsteinkonsolen aufgelagert ist. Ab diesem Podest windet sich die originale gusseiserne Wendeltreppe, um das in der Turmachse angeordnete Steig- und Fallrohr durch die ehemaligen Ringbehäter nach oben.

Die gusseisernen Ringbehälter bestanden aus einzelnen, ein Meter hohen Schüssen mit einer Wandstärke von 24 Millimetern. Sie wiesen massive Beschädigung durch Korrosion und Risse auf, die als Folge eines Einfrierens entstanden waren, und mussten im Rahmen der Sanierung 2006/2007 rückgebaut werden. Einzelne Teilstücke sind noch im Turm gelagert. Die Umrisse der ehemaligen Behälter wurden mit Edelstahlnetzen nachgebildet.

Neben dem Rückbau der beiden gusseisernen Behälter wurden die Podeste erneuert und wurde eine begehbare Treppe vom oberen Behälterboden in den Dachbereich eingebaut. Weiterhin wurden die Fenster im Dachbereich ausgetauscht.

Mit der Sanierung konnte eines der wichtigen Denkmale der Karlsruher Wasserversorgung für die Zukunft erhalten werden. Auf den einzelnen Ebenen sind historische Armaturen und Einbauten aufgestellt, die durch entsprechende Informationstafeln ergänzt werden.

Text: Dr. Bernd Hofmann, Stadtwerke Karlsruhe

Denkmal nach § 2 (Kulturdenkmal) Denkmalschutzgesetz

Baujahr 1866
 

Ansicht des Großherzoglichen Hof-Wasserwerks, 1871

 

Schnitt des Großherzoglichen Hof-Wasserwerks, 1871

 


Bild: PBe, 2012

 


Bild: PBe, 2012