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Datenbank der Kulturdenkmale

Alter Durlacher Friedhof

Basler-Tor-Str. 6 , Durlach

Ausweisungstext der amtlichen Denkmalliste

seit Mitte des 16. Jh. bis zum 4.11.1900 in Benutzung, 1577 erstmals erwähnt. Vorher befand sich der Friedhof beim bei der Stadtkirche (später sog. „Saumarkt“). Die Nikolauskapelle wurde ursprünglich zusammen mit dem Friedhof vor die Stadtmauer verlegt und brannte 1689 ab. 1862 Erweiterung des Friedhofs parallel zum Steckgraben. Die an die Kapelle ansetzende Friedhofsmauer musste abgebrochen werden, ebenso der Mauerzug, der die Gärten im Süden umgab, da auch der am Graben entlang führende Allmend-Streifen zum Friedhof hinzukam. Grabmäler, die sich an dieses Teilstück angelehnt hatten wurden versetzt. Die neue Mauer grenzte direkt an den Graben. Im Stadtarchiv befindet sich ein Lageplan von 1862, dort auch ein Gräberbelegplan von 1922. Beim Umbau der Palmaien- und Gärtnerstraße versetzte man 1939 die alte Friedhofsmauer an zwei Stellen und verringerte die gesamte Mauerhöhe, um den Passanten Einblick in die Anlage zu gewähren. Alle Platten, auch diejenigen an der Friedhofsmauer waren ursprünglich im Boden der Kapelle eingelassen und bedeckten dort die Gräber. Die meisten Grabsteine des 19. Jh. sind verschwunden. Einige Gräber wurden auf Antrag zwischenzeitlich auf den Bergfriedhof überführt. (Sachgesamtheit)

 

Bemerkenswerte Monumente:

  • Grabmal des Freiherrn von Liebenstein (gest. 1824), liberaler badischer Politiker und Parlamentarier. War 1822, um seine Wahl zum Justizminister zu verhindern, als Kreisdirektor nach Durlach versetzt worden. Nach Restaurierung 1994 wieder aufgestellt,  § 2
  • Gedenkstein für die in der 1848er-Revolution gefallenen preußischen Soldaten, Fragment, ursprünglich mit neugotischem Baldachin über dem erhaltenen gusseisernen Kreuz, nach dem 2. Weltkrieg in die Nähe der Kapelle versetzt, formale Ähnlichkeit mit dem Preußendenkmal auf dem alten Karlsruher Friedhof, vermutlich stammt der Entwurf ebenfalls von dem Berliner Architekten Berthold Brunkow, § 2
  • Grabplatten der Eheleute von Uexküll: Baron von Uexküll, seit 1710 „in hochfürstlichen Diensten” auch als Erzieher des Markgrafen, langjähriger Präsident des Geheimrates, § 2
  • Grabstein des Ludwig, Sohn des Markgrafen Christoph und der Katharina Fuchs, 1783, § 2
  • Grabstein der Maria Salome von Bazendorf, gest. 1680, hat den Brand von 1689 überdauert, Formen der Spätrenaissance mit Wappenkartusche und floralen Verzierungen, § 2
  • Grabstein des Hofmedicus Dr. Sigmund Close d. Ä. (1623-1702), mit Wappen und Engelskopf, § 2
  • Grabstein des Dr. Sigmund Close d. J. (1676-1755), Hofrat und Leibmedicus, mit Totenkopfkapitellen, § 2
  • Grabstein des Karl Christoph Friedrich (gest. 1720), Sohn Markgraf Christoph d. J., § 2

Denkmal nach § 2 (Kulturdenkmal) Denkmalschutzgesetz

Baujahr 1577
 

Grabmal des Freiherrn von Liebenstein
Bild: PBe, 2013

 

Gedenkstein für die in der 1848er-Revolution gefallenen preußischen Soldaten
Bild: PBe, 2013

 

Grabstein des Ludwig, Sohn des Markgrafen Christoph und der Katharina Fuchs
Bild: PBe, 2014