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Stadtplanung am Anfang des 19. Jahrhunderts

Weinbrenner mußte sich außer mit dem Bau zumeist herrschaftlicher und öffentlicher Einrichtungen mit städtebaulichen Planungsfragen befassen. Es ging darum, die Stadt auszubauen und zu erweitern, vor allem Grundstücke für den Wohnungsbau bereitzustellen. Zudem achtete er sorgsam darauf, dem Stadtraum ein einheitliches, besseres Aussehen zu geben.

Dabei hatte Weinbrenner auf mancherlei Vorgaben Rücksicht zu nehmen. Etwa auf den barocken Stadtgrundriß, der aus einem Tier- und Fasanengarten, aus einem Jagdrevier entstanden war mit einem sternförmigen Wegnetz und einem Turm als Mitte. Und um 1800 gab es auch eine Vielzahl brauchbarer Ideen und konkreter Planungsvorstellungen. Weinbrenner plante die Vergrößerung der "alten" Stadt: 1802 nach Westen bis auf Höhe der heutigen Reinhold-Frank-Straße, 1812 nach Süden bis in die Gegend des jetzigen Hauptbahnhofs.

Via Triumphalis Luftaufnahme

Die "Via Triumphalis"

Die Karl-Friedrich-Straße ist das Herzstück der Stadt. An mehreren Stellen weitet sie sich zu Plätzen unterschiedlicher Form und Größe: Marktplatz, Rondellplatz, bis hin zur Verbreiterung hinter dem ehemaligen Ettlinger Tor. Dadurch ergeben sich interessante Eindrücke, die durch den Blick auf das Schloß und seien Turm noch verstärkt werden. Nicht von ungefähr hieß die Karl-Friedrich-Straße bei der ersten Stadterweiterung noch Schloßstraße.

Jeder der genannten Plätze hat eine eigene Entstehungsgeschichte, die weit in das 18. Jahrhundert zurückreicht. Ihren städtebaulichen Zusammenhang zeigte - noch in barocken Formen - als erster Mauritio Pedetti 1787. Weinbrenner aber entwarf 1804 einen klassizistischen "General-Bauplan", den endgültigen Plan.

Die Bezeichnung "triumphal" für die Karl-Friedrich-Straße rührt von jüngeren geschichtlichen Darstellungen her.

 



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