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Büste Weinbernner

Büste Friedrich Weinbrenners von Klaus Ringwald nach dem Original von Aloys Raufer. Innenhof der Staatlichen Münze. Foto: PBe

Der Baumeister Karlsruhes

Friedrich Weinbrenner ist einer der großen deutschen Architekten und auch einer der großen Söhne Karlsruhes. Noch heute prägen seine Bauten das Bild der Stadt, vornehmlich um den Marktplatz. Auch andere, fast schon vergessene Gebäude sind sein Werk. Bürgern, Besuchern und Gästen den "Baumeister der Residenz" vorzustellen, ist die Absicht dieser Seiten. Sie sind auch ein Wegweiser durch einen bedeutenden Abschnitt der Geschichte Karlsruhes.

Biographie

Friedrich Weinbrenner, am 24.11.1766 in Karlsruhe geboren, erlernte im väterlichen Betrieb das Handwerk eines Zimmermanns. Doch bald entdeckte er seine Neigung zur Baukunst. Er besuchte das Gymnasium und war danach einige Zeit in der Schweiz als angehender Baumeister tätig. Lehr- und Wanderjahre folgten: Über Wien, Dresden und Berlin gelangte Weinbrenner 1792 nach Rom, wo er eifrig die Gebäude der "Alten" und ihre Entwurfsregeln studierte.

Sein langgehegtes Ziel, in der Heimatstadt Maßgebliches im Bauen zu leisten, erfüllte sich 1797: Weinbrenner wurde Bauinspektor im fürstlichen Bauamt und trat 1801 die Nachfolge von Baudirektor Wilhelm Jeremias Müller an. Die Stelle als oberster Baubeamter Badens, als Stadtplaner, Architekt und Lehrer, behielt er bis an sein Lebensende am 01.03.1826.

Gleich zu Beginn seiner verantwortlichen Tätigkeit sah sich Weinbrenner vor ungewöhnliche Aufgaben gestellt. Kaum hatte man in Ansätzen die baulich-städtebaulichen Schlüsse aus der 1771 erfolgten Vereinigung Baden-Durlachs mit der Markgrafschaft, Baden-Baden gezogen, führte der Frieden von Lunéville zu einer weiteren Gebietsvergrößerung und zur Erhebung zunächst zum Kurfürstentum, 1806 zum Großherzogtum. Das Land Karl Friedrichs war auf das fast Zehnfache gewachsen. Zugleich stiegen die Ansprüche an die Stadtplanung und an das Bauwesen in der Residenz. Daß das Bauamt diesen voll gerecht werden konnte, bleibt das Verdienst Weinbrenners. Neben Leo von Klenze und Karl Friedrich Schinkel ist er der namhafteste Vertreter des klassizistischen Baustils in Deutschland.

In diesen Seiten werden nur ausgeführte Planungen beschreiben. Die Bauwerke waren 1945 überwiegend stark zerstört. Der Wiederaufbau orientierte sich an den historischen Plänen.




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