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Rintheim

1110, 15. Aug.
Eine Urkunde Kaiser Heinrichs V. bestätigt die Stiftung des Klosters Gottesaue und dessen Güterbesitz, darunter auch den in "Rintdam".
1275, 4. Okt.
In einer Schenkungsurkunde übereignet Markgraf Rudolf I. von Baden "Rintham" dem Kloster Gottesaue.
1373, 11. Feb.
Mechthildis von Sponheim, Markgräfinwitwe von Baden erhält in "Rinthan" gewisse Einkünfte zugeschrieben.
1451
Rintheim wird verwaltungsmäßig dem Amt Durlach unterstellt.
1482
Die älteste Häuser- und Bürgerliste verzeichnet 35 Häuser beiderseits der Straße.
1605
Die Gemeinde kauft 160 Morgen Äcker und Wiesen aus ehemaligem Gottesauer Besitz.
1624
Der Rintheimer Schultheiß Hans Raupp wird als Teilnehmer des badischen Landtages zu Sulzburg erwähnt.
1637
Im Dreißigjährigen Krieg bleibt auch Rintheim nicht verschont, die Einwohnerzahl verringert sich auf 14.
1665
In Fronarbeit Rintheimer Bürger wird der Entenkoy (Entenfang) im Elfmorgenbruch, der schon 1577-1586 bestand, wieder aufgebaut.
1689
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird Rintheim weitgehend zerstört. Das Dorf zählt danach noch 18 Bürger.
1719
Tod des wohlhabenden Schultheißen Adam Raupp, dem das Eckhaus gegenüber der Wirtschaft "Zum Schwanen" gehört.
1749
Bau des ersten Rathauses, eines repräsentativen Fachwerkbaus, der bei dem Luftangriff auf Karlsruhe am 24./25. April 1944 zerstört wird.
1761-1764
Für die Dauer der Instandsetzung des Rintheimer Straßenpflasters sind die Rintheimer Bürger vom Frondienst befreit.
1770
Rintheim erhält eine eigene Schule. Daniel Fuß aus Königsbach wird erster Lehrer. Zuvor gingen die Kinder nach Hagsfeld in die Schule.
1801
Die Gemeinde erwirbt weitere 67 Morgen Äcker und Wiesen aus ehemaligem Gottesauer Besitz.
1806, 21. Aug.
Die seit 1792 bestehende Straußenwirtschaft erhält die Schildgerechtigkeit "Zum Goldenen Hirsch".
1816/17
Infolge von Mißernten durch Unwetter und Hochwasser wandern auch Bürger Rintheims aus.
1827
Bau eines neuen eingeschossigen Schulhauses an der Hauptstraße. In der Gemeinde gibt es 76 Häuser.
1843
In Rintheim leben 115 Familien, 569 Einwohner sind evangelisch, einer katholisch.
1858
Gründung des Gesangvereins "Sängerbund Rintheim".
1871, 5. Nov.
Feierliche Einweihung der evangelischen Kirche, mit deren Bau 1870 begonnen wurde. Damit endet der jahrhundertelange Kirchgang der Rintheimer nach Hagsfeld. Von den damals 962 Einwohnern sind 920 evangelisch und 40 katholisch. Eine eigene Pfarrei erhält Rintheim erst am 1. April 1926. Die Kirche fällt wie 70 Prozent der Rintheimer Wohn- und Betriebsgebäude dem Luftangriff vom 24./25. April 1944 zum Opfer.
1874
Geländeabtretung für den Bau des neuen Karlsruher Friedhofs.
1877
Gründung des Gesangvereins "Lyra".
1890
Bau eines zweiten Schulhauses am Weinweg. Wegen der steigenden Schülerzahl muß das alte Schulhaus weiter genutzt werden.
1896
Gründung des Turnvereins Rintheim.
1897
Gründung des Bezirksvereins der SPD.
1907, 1. Jan.
Die seit langem in Rintheim angestellten Überlegungen zur Eingemeindung nach Karlsruhe werden Wirklichkeit. Bei der Eingemeindung zählt Rintheim 2.068 Einwohner.
 
Das Wappen
Wappen Karlsruhe-Rintheim

Verwandte Links
Wappen der Karlsruher Stadtteile
Historischer Stadtrundgang
Datenbank Kulturdenkmale
Die historischen Bauten von Friedrich Weinbrenner.
Straßennamen von Karlsruhe
Homepage Stadtgeschichte
 



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