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Grötzinger Gemeinschaftsschule: Abriss und Neubau wegen Asbest

2016 sollen Bagger kommen / Zwischenlösung Container

(Lä) Den mit asbesthaltigen Baustoffen belasteten Glasbau der Grötzinger Gemeinschaftsschule soll ein Neubau ersetzen. Über das geschätzte 16 bis 19 Millionen Euro teure Vorhaben muss jetzt der Gemeinderat entscheiden.


Anstatt für ähnlich viel Geld an der alten Immobilie herumzubasteln, will Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup dem Ratsplenum einen Schulbau vorschlagen, der aktuellen Anforderungen an einen modernen Unterrichtsort genügt.

Die giftige Substanz wurde Ende Januar bei Untersuchungen gefunden (die SZ berichtete). Daraufhin waren zunächst die Obergeschosse gesperrt worden. Bei Folgeuntersuchungen entdeckten Experten auch in den abgehängten Decken im Erd- und Untergeschoss Asbest und veranlassten die Schießung des kompletten Schultrakts. Die Raumluft sei jedoch sauber. Bei Prüfungen wurde keine gesundheitsgefährdende Belastung nachgewiesen, beruhigte Grötzingens Ortsvorsteher Thomas Tritsch.

Nachdem zuvor Eltern und Elternbeirat von dem bevorstehenden Bauvorhaben unterrichtet wurden, kündigte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Dienstag, 16. April, an, den vom Pech verfolgten Grötzinger Schulstandort mit der Infrastruktur für einen dreizügigen Betrieb auszurüsten.

Es werde in Karlsruhe sicher noch weitere Gemeinschaftsschulen geben, räumte Mentrup ein. Die weitere Entwicklung sei abzuwarten. Mit einer Infrastruktur für eine dreizügige Ausrichtung vermeide man jedoch ein "Herumwurschteln hinter Anmeldezahlen" und eventuelle Improvisationen.

Formell bleibe es aber bei einer zweizügigen Einrichtung, betonte der OB. Nach der Asbestentsorgung könnten 2016 die Bagger für den Neubau und für eine gleichzeitige Aufstockung der benachbarten Schloss-Schule anrollen. Zum Schuljahr 2017/18 sollen dann die Schüler in ihre neuen Klassenräume einziehen.

Bis zu den Sommerferien findet der Unterricht in einem Nebengebäude der Schule sowie in der Schloss-Schule statt. Nach den Ferien wird in Containern weiter gelernt. Da das Schulgelände für die mobilen Module nicht ausreicht, werden auch angrenzende private Grundstücke genutzt. Die Verhandlungen seien abgeschlossen, ließ Hochbauamtschefin Anne Sick wissen.

Schulleiterin Yvonne Seiler sieht das Lehrerkollegium "in einer schweren Situation" gut beraten und unterstützt. Nach dem Asbestfund eröffne sich für die Schule eine Lösung, wie sie kühner nicht sein könne. Veronika Pepper vom Elternbeirat begrüßte das Versprechen, Eltern bei der Architekturplanung einzubeziehen, und Ortsvorsteher Tritsch bekräftigte: "Alles ist offen, es gibt keine Denkverbote."




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