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Innenstadt: Richtfest für Kaiser Karree

Fertigstellung Herbst 2011 / rund 70 Prozent der Flächen vermietet

(rie) "Für eine Stadt ist wichtig, dass sie sich immer erneuert", betonte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen beim Richtfest für das Kaiser Karree. Mit dem Geschäfts- und Bürohaus werde die City gestärkt und der Marktplatz architektonisch aufgewertet. Wie andere auch sei sie neugierig gewesen, so die Wirtschaftsdezernentin, was an dieser zentralen Stelle in den letzten Monaten in die Höhe gewachsen ist. Und war am Freitag, 27. Mai, sichtlich angetan: Der Neubau mit seinen zweigeschossigen Bögen, die "so klassisch für Karlsruhe sind", verleihe dem Gebäude an der Kaiserstraße und wichtigen Achse zwischen Schloss und Marktplatz angenehme Großzügigkeit.

Mit dem Verkauf ihres Grundstückes an den Investor Newport hatte die Volksbank Karlsruhe auch eine Diskussion über das Gebäudeensemble am Marktplatz in Gang gesetzt. In einer Architektenbeauftragung hatte sich das Büro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei mit einem Entwurf durchgesetzt, der sich anstelle des in der Nachkriegszeit entstandenen Gebäudes von Erich Schelling auf den Weinbrenner-Stil zurückbesinnt.

Mit dem auf den Siegerentwurf folgenden Bebauungsplan habe "die Stadt konsequent den Wunsch nach einer einheitlichen Gestaltung an dieser städtebaulich bedeutenden Stelle umgesetzt", erläuterte Architekt Arno Lederer. Die Stadtpolitik habe sich am Marktplatz für einen Paradigmenwechsel entschieden: weg vom nüchternen Stil der 1950er und 1960er Jahre und zurück zu den Ideen des Karlsruhe prägenden Stadtbaumeisters Weinbrenner. Der Neubau mit Walmdach nehme mit den Arkadenbögen das Grundmotiv der Platzarchitektur auf.

"Im März 2007 haben wir mit der Volksbank den Kaufvertrag abgeschlossen" blickte Newport-Geschäftsführer Holger Siegmund-Schultze zurück. Mittlerweile seien rund 70 Prozent der Flächen vermietet - insgesamt bietet das Kaiser Karree Platz für 2.600 Quadratmeter Einzelhandel sowie 4.500 Quadratmeter für Büronutzung. Neben der Volksbank, die mit ihrer Hauptfiliale erste Mieterin war, ziehen die Löwen-Apotheke sowie das Textilkonzept "1982" ins Haus.

"Wenn wir die Stadt vorwärts bringen wollen, müssen wir auch ein bisschen Mut haben", meinte EB Margret Mergen. Mit dem Einkaufszentrum am Ettlinger Tor habe die Stadt Mut bewiesen, immerhin musste hierfür unter anderem eine Schule verlagert werden.

Auch die Kombilösung weise in die Zukunft mit einer Fußgängerzone und einem Marktplatz zum Flanieren. Ihre Bitte an die Ladenmieter des Kaiser Karrees: "Stellen Sie sich für den Marktplatz, die gute Stube, adäquat dar." Ob ihr Appell gehört wird, können Karlsruherinnen und Karlsruher sowie Besucher ab Herbst beurteilen. Denn bis dahin soll das Kaiser Karree fertig gestellt sein.




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Stadt Karlsruhe 2011 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro