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Verkehr: Weiherfeldbrücke wird erneuert

(voko) Ab Juni wird die Weiherfeldbrücke komplett erneuert - rund zwei Jahren sollen die Bauarbeiten dauern. In dieser Zeit ist die Straße unter der Eisenbahnüberführung, die Weiherfeld und Beiertheim verbindet, für den Kfz-Verkehr vollständig gesperrt. Bei einer Veranstaltung im Stephanienbad informierte die Deutsche Bahn (DB) über die Planungen des 17,2 Millionen Euro teuren Projekts.

Grund der Maßnahme sei der marode Zustand der Brücke, die bereits über 100 Jahre alt ist. Stahlträger seien korrodiert, eine Sanierung nicht mehr möglich, betonte Fadil Gündüz, Leiter DB Projektbau.

Die Brücke hat strategische Bedeutung, 560 Zug- und Rangierfahrten finden dort täglich statt. "Unser Ziel ist, den Baulärm so gering wie möglich zu halten", so Gündüz. Das Material für den Gleisbau und die Abfuhr der Erdmassen wird in erster Linie über die Schiene transportiert. Zusätzlich wird eine Baustraße entlang der Alb via Schwarzwaldstraße eingerichtet. In Ausnahmefällen wird auch die Breite Straße genutzt, so Jürgen Friedmann (DB).

Für die Umleitung des Verkehrs wird es großräumige Umleitungen geben. Betroffen ist auch die Busverbindung von Weiherfeld in die Stadt. Innerhalb der Baustelle werden für den Geh- und Radverkehr zwei provisorische Fußgängerüberwege geschaffen. Sowohl Radfahrstreifen als auch Geh- und Radweg an der Alb bleiben nach Ende der Maßnahme (geplant August 2015) erhalten.

Zusätzlich werden Schallschutzwände zur Lärmentlastung errichtet. Da sich das Areal auf einem FFH-Habitat befindet, waren etliche Gutachten notwendig. "Eine Gefährdung des Schutzgebiets liegt nicht vor", so Planer Georg Kunz. Dennoch versuche man, größtmögliche Rücksicht auf Fledermäuse, Reptilien oder Wasserinsekten zu nehmen. Die Alb wird zur Verhinderung von Verschmutzung während der Bauzeit abgedeckt. Für Reptilien wurden Ersatzbiotope geschaffen. Als Ausgleichsmaßnahme ("es werden auch einige große Bäume fallen") wird es eine Aufwertung des Ufers an der Alb geben.




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