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KIT im Rathaus: KIT-Schwerpunkt Optik & Photonik

Wie sich Licht fangen lässt


(res) Ursprünglich hießen Glasfasern Feen- oder Engelshaar. Doch sie können viel mehr als nur schön aussehen und sind auch viel dünner als Haar. Professor Ulf Lemmer hatte am Mittwoch vergangener Woche (23. Januar) eine Glasfaser mit in den Bürgersaal gebracht. Dort ging es in der Reihe "KIT im Rathaus" um den KIT-Schwerpunkt Optik & Photonik.

Lemmer erläuterte, dass Glasfasern mit einer Übertragungsrate von mehreren Terabit pro Sekunde das "Rückgrat unseres Kommunikationssystems" seien. Information werde hier durch Licht transportiert, denn elektronische Signale würden in optische Signale umgewandelt und wieder zurück.

Im Bereich Optik und Photonik gebe es rund 120.000 Arbeitsplätze in Deutschland, Tendenz steigend, so der wissenschaftliche Sprecher des KIT-Schwerpunkts. Die bedeutendsten, vom Fortschritt der Optik und Photonik abhängigen Bereiche seien die Energietechnik, die Informations- und Kommunikationstechnik, die Messtechnik, die Medizintechnik, Displaytechnologien und die Beleuchtungstechnik.

Lemmer erinnerte daran, dass der 2011 gegründete KIT-Schwerpunkt auf die Exzellenzinitiative zurückgehe und man sowohl einen internationalen Masterstudiengang als auch neue internationale Programme für Doktoranden aufgesetzt habe.

Als erfolgreiche Ausgründung erwähnte er "nanoscribe", ein Unternehmen, das Laser-Lithografiesysteme für die Herstellung dreidimensionaler Nano- und Mikrostrukturen in kommerziell erhältlichen Fotolacken herstellt. "Wir hoffen, dass die Region zum Optics-Valley wird", gab sich Lemmer zuversichtlich.

Nach Grußworten von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen und KIT-Chief Science Officer Prof. Volker Saile, gab es dann - zusätzlich zur Ausstellung im Foyer - drei Vorträge aus dem Bereich Optik und Photonik. Etwa den von Professor Heinz Kalt, Leiter des Instituts für Mess- und Regelungstechnik am KIT. Er stellte optische Mikroresonatoren vor, winzige Glasschalen, die Licht für 300 Nanosekunden durch "interne Totalreflexion gefangen halten können".

Wenn nun beispielsweise Blut in Kontakt mit den Resonatoren kommt, lagern sich Moleküle an, die wiederum die Wellenlänge des eingespeisten Lichts spezifisch verändern. Ziel ist, diese Resonatoren in Chip-Labore zu integrieren und so bestimmte Moleküle im Blut nachzuweisen. Weitere Informationen unter www.kit.edu (Schnelleinstieg, Struktur und Einrichtungen, Schwerpunkte).




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