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Stuttgarter Straße: Bürgerempfehlung Gesamtareal um Bahnflächen erweitern

Verbindung von Sport und Kleingärten

(rie) Die Sportanlage der ESG Frankonia soll an die Stuttgarter Straße verlagert werden. Dabei soll das Areal zwischen der ESG und den - geordneten und als Kleingartenanlage gesicherten - Garten-Parzellen aufgeteilt werden. Das ist die Empfehlung, die rund 20 Bürgerinnen und Bürger als Ergebnis einer Konsensus-Konferenz dem Gemeinderat für das Bebauungsplanverfahren mit auf den Weg gaben. Ihre Idee ist, Teile des Bahndammes in die Gesamtfläche einzubeziehen, damit der Flächenverlust für die Kleingärtner möglichst gering ausfällt.

Drei Mal hatten sich die repräsentativ mit einem Schwerpunkt auf die Südstadt ausgewählten Karlsruherinnen und Karlsruher der schwierigen Frage gestellt, wie die städtebaulichen Belange sowie Bedürfnisse der ESG und der Pächter der rund 400 Garten-Parzellen unter einen Hut gebracht werden könnten. Sie hatten Experten gehört, sich intensiv mit drei von der Stadt eingebrachten Varianten beschäftigt und diese zu neuen Varianten weiterentwickelt.

Von Chance zur Mitgestaltung angetan

Und sie waren angetan ob der Chance, ein Stück Stadtentwicklung mitzugestalten, betonten Andreas Wüst, Christian Lutsch und Claudia Christine Hohmeister als Sprecher für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konsensus-Konferenz.

Sie hatten letzten Freitag, 25, Januar, Bürgermeister Michael Obert ihre "Bürger-Varianten" übergeben. Bürgerbeteiligung über eine Konsensus-Konferenz wurde in dieser Form erstmals in Karlsruhe praktiziert - und nach der erfolgreichen Premiere vermutlich nicht das letzte Mal.

Mehr Fürsprecher für ESG-Flächen an der Zimmerstraße

Offen blieb die Frage, ob die ESG ihre Sportanlagen - derzeit an der Durlacher Allee, auf Flächen des Stadtparks am Kreisel und in Rintheim - auf rund 5,4 Hektar beim Tivoli oder im Anschluss an das derzeit gewerblich genutzte Areal an der Zimmerstraße konzentrieren soll. Wobei letztere Variante mehr Fürsprecher hatte.

Durch Inanspruchnahme von Bahnflächen, welche die Stadt erwerben müsste, werde deutlich weniger als die ursprünglich im Raum stehende Hälfte der Gärten entfallen. "Uns war hier wichtig, dass Alternativen für wegfallende Gärten geschaffen werden", so Hohmeister. Und per Fragebogen sollten die Gärtner gehört werden. Vielleicht wollten manche ihre Gärten zusammenlegen. Oder jemand möchte seinen Garten ohnehin aufgeben. Weitere Anregung: Die Kleingärtner könnten das Vereinsheim der ESG Frankonia mitbenutzen.

Kleingärten in jedem Fall neu ordnen

Für die Stadtentwicklung von Interesse ist die Verlagerung der ESG aufgrund der Perspektiven, die für die Entwicklungsachse Durlacher Allee gesehen werden. Und am Kreisel behindern die zehn Tennisplätze das stadtplanerische Konzept einer durchgehenden Grünverbindung zwischen Otto-Dullenkopf-Anlage und Stadtpark. Davon unabhängig sollen die Kleingärten neu geordnet und an die Trinkwasserversorgung angeschlossen werden. Wo es insbesondere im Westteil immer wieder zu Staunässe kommt, soll der Boden moderat aufgefüllt werden.

Bis zu zwei Jahre dürfte das übliche Planverfahren dauern, so Obert. Auf Basis des Bebauungsplans könnte ab 2015 mit stufenweiser Verlagerung der ESG und der Neustrukturierung der Kleingartenablage begonnen werden.




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