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Städtepartnerschaften: Karlsruhe und Krasnodar seit 20 Jahren Freunde

Delegation aus Karlsruhe beim 219. Stadtgeburtstag in Krasnodar

(cal) Krasnodar feierte Ende September seinen 219. Stadtgeburtstag und die 20-jährige Städtefreundschaft mit Karlsruhe. Zum Stadtfest unter dem Motto "Krasnodar - Seele des Kubans" zählte neben offiziellen Ereignissen wie der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an OB Heinz Fenrich vielfältige Events.

Deutsche Tage, Honig, Wein, Brot oder Blumen gewidmete Feste, Souvenirmesse, Kosakenkulturfestival zu Ehren von Stadtgründerin Katharina der Großen sowie Theater, Konzerte und Auftritte von Kulturgruppen auch aus der Partnerstadt Karlsruhe: Gekrönt wurden die Feierlichkeiten von einer fulminanten Eröffnungsshow samt Feuerwerk. Das alles ließ die Karlsruher Delegation um OB Fenrich kaum zum Durchatmen kommen.

Große Identifikation mit der Heimatstadt

Beim dreistündigen Eröffnungsevent des Stadtgeburtstags wurde bei perfekt inszenierten und choreografierten Tanz- und Gesangsauftritten große Identifikation der Menschen mit "ihrer" Stadt und pure Lebensfreude deutlich. Beeindruckend vor allem die große Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich an der Gestaltung des Programms beteiligten.

Laien wie Profis zeigten in fantasievollen, aufwändigen Kostümen ein farbenprächtiges Spektrum, das von Pop und Rock bis zur Oper reichte, von Folklore, Standard- und Kosakentanz bis hin zum klassischen Spitzentanz.

Künstlerische Gastgeschenke

Als Gastgeschenke hatte die Karlsruher Delegation etwa die GEDOK-Ausstellung "Frauen aus weiblicher Sicht" mitgebracht. Die Künstlerinnen Beatemarie Busch, Jutta Hieret, Sigrid Haag, Sylvia Kiefer und Brigitte Martin antworteten mit Gemälden, Zeichnungen und Fotocollagen auf die vor kurzem zu Ende gegangene, sommerliche Präsentation von vier Krasnodarer Kolleginnen im GEDOK-Forum.

Mit dabei war außerdem als Symbol für Völkerverständigung das deutsch-französisch-griechische Trio "Kephiso". Pianistin Katrin Düringer, Cellist Alexandre Vay und Geiger Iason Kreamidis bewegten sich mit Beethoven und Rachmaninoff zwischen "deutscher Klassik und russischer Seele", so OB Fenrich. Und steigerten ihr Spitzeniveau noch mit Dvorák und Rihm, von dem sie "Fremde Szenen III" interpretierten.

Organisiert von der tatkräftigen Freundesgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar traten bei den Deutschen Tagen in Krasnodar zudem noch die Jugendband "Was wäre wenn" und die Songwriterin Eva Croissant auf.

Brezeln gebacken und 100 Bücher geschenkt

Karlsruher Köche zauberten ein Abendbuffett, und Stadtrat und Bäckermeister Karl-Heinz Jooß brachte mit seinem Kollegen Jakob Haas sowie mit Unterstützung aus dem Gemeinderat den Besuchern durch Backvorführungen die Brezel als badische Spezialität nahe. Auf dem Brotmarkt wurden sie ihnen regelrecht aus der Hand gerissen.

Für die Bibliothek des germanistischen Instituts der Kuban-Universität überreichte OB Fenrich 100 Bände aktueller deutscher Literatur. Das Präsent basiert auf einem im Rahmen des 20. Städtepartnerschaftsjubiläums neu vereinbarten Austausch zwischen der Uni Krasnodar und dem Otto-Hahn-Gymnasium, weshalb auch Schülerinnen und Schüler in Krasnodar weilten.

Ein hochkarätiges Beispiel russischer Sanges- und Tanzkunst gab zum Abschied beim Kosakenfest der staatliche Kuban Kosakenchor - neben anderen virtuosen und farbenprächtigen regionalen Kosakengruppen. Der Kuban Kosakenchor tritt am 25. Oktober, 20 Uhr, im Badischen Staatstheater auf.

Boomende Industriestadt

Krasnodar ist eine boomende Industriestadt. Auf früheren Agrarflächen wird - auch mit Blick auf die Winterolympiade 2014 im nahen Sotschi - in großem Stil gebaut. Ganze Stadtviertel erhalten ein neues Gesicht. Für die mittlerweile 850.000 Einwohner entstehen riesige Wohnkomplexe. Neben dem Hafen in St. Petersburg macht der zweite wichtige Hafen Russlands im benachbarten Noworossisk die Stadt Krasnodar zu einer bevorzugten Wirtschaftsadresse.

Pyramide jetzt auch am Kuban

Als sichtbares und auch bleibendes Zeichen der Städtefreundschaft enthüllten in der neu angelegten Krasnodarer Freundschaftsallee, gelegen in der Pervomskij-Parkanlage, die beiden Stadtchefs Heinz Fenrich und Vladimir L. Evlanov eine Kopie des Karlsruher Wahrzeichens, der Pyramide, samt dahinter liegender Bilderwand mit Sehenswürdigkeiten beider Städte. Neu angelegt hat die Stadt Krasnodar auch zwei aufwendig gestaltete Wappenbeete für beide Städte an ihrer Hauptverkehrsstraße. Weithin prangt jetzt dort der Karlsruher Schriftzug Fidelitas.




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