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Staatstheater: Große Pläne für ein neues Schauspielhaus

Später Generalsanierung der Staatsbühne / Land und Gemeinderat müssen zustimmen / Budget 120 Millionen Euro

(Lä) Das Badische Staatstheater (BST) könnte in den kommenden Jahren eine weitere Bühne baulicher Veränderungen sein. In der vergangenen Woche hatte der Verwaltungsrat die Einleitung einer Generalsanierung des Theaters empfohlen. Geplante Kosten: Rund 120 Millionen Euro.

Das Votum unter Vorsitz von Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, fiel einstimmig und signalisierte den Willen von Stadt, Land und Theater, den von Helmut Bätzner 1975 konstruierten Zweckbau aus Waschbeton zu sanieren und mit einem separaten Schauspielhaus zu ergänzen.

Entscheidend an dem Beschluss mitgewirkt hatten Oberbürgermeister Heinz Fenrich als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie der Ministerialdirektor im Finanzministerium Wolfgang Leidig.

Auch "Junges Staatstheater" zieht in den Neubau

Zuletzt hatte das ursprünglich als Probebühne für die Oper vorgesehene, für Schauspiele aber zu enge Kleine Haus großen Inszenierungen immer wieder Notlösungen abverlangt. Erste Überlegungen sehen den Bau eines Schauspielhauses mit integrierten Probebühnen und Werkstätten in unmittelbarer Nähe des Theaters vor. In den neuen Komplex soll dann auch die neue Sparte, das "Junge Staatstheater" einziehen.

Offen ist noch der Standort des Schauspiels, den ein Architekturwettwettbewerb ermitteln soll, der zugleich städtebaulichen Ansprüchen genügen müsse. In Betracht kommen das Areal des jetzigen K-Pavillons, der Theatervorplatz und der Mitarbeiterparkplatz hinter dem Theater.

Wolfgang Leidig skizzierte einen voraussichtlichen Baubeginn in knapp drei Jahren. Wenn das Schauspielhaus steht und der Spielbetrieb in der Sprechsparte nicht beeinträchtigt wird, soll mit der Generalsanierung des Haupthauses begonnen werden. Während am Verkehrsknotenpunkt Ettlinger Tor für die Kombilösung gebaggert wird, will das Staatstheater parallel bis frühestens 2023 bauen.

Vor Baggern Landtag und Gemeinderat gefragt

Bevor jedoch die Bagger kommen, müssen noch der Landtag und der Gemeinderat ihre Zustimmung zu dem Projekt geben, an dem sich die Stadt mit 60 Millionen Euro beteiligen muss.

Ministerin Theresia Bauer sprach bereits jetzt von einem "mutigen Schritt nach vorne". Generalintendant Peter Spuhler kommentierte das einstimmige Votum mit der Erwartung, dass Zuschauer wie auch seine rund 650 Mitarbeiter von dem Bauvorhaben profitieren werden.





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