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Brunnen in Karlsruhe: Der Marktbrunnen

Zugleich Denkmal für Großherzog Ludwig

(erg) In Karlsruhe stehen über 200 öffentlich zugängliche Brunnen und Wasserstellen. Die StadtZeitung hat sich vorgenommen, in den kommenden Wochen in einer lockeren Reihe einige davon vorzustellen. Den Anfang macht der Brunnen auf dem Marktplatz, der zugleich Denkmal für Großherzog Ludwig ist.

Für Brunnenfachmann Uwe Faulhaber, Mitbegründer und über lange Jahre führender Funktionär der Europäischen Brunnengesellschaft, ist er der wichtigste Brunnen der Stadt Karlsruhe vor 200 Jahren. Ludwig gilt als Begründer der öffentlichen Wasserversorgung in Karlsruhe.

Bei der Gründung hatte die Stadt den Geburtsfehler, nicht an einem fließenden Gewässer zu liegen. Erst zu Begin des 19. Jahrhunderts gab es Verhandlungen mit Ettlingen zum Bau einer Wasserleitung.

Als man aber 1819 am Fuß des Durlacher Geigersbergs eine ergiebige Quelle fand, ließ Ludwig von dort zwischen 1820 und 1824 eine Leitung bauen, Architekt war Friedrich Weinbrenner, Ausführender der Ingenieur Gottfried Tulla.

Die Leitung sollte eine Reihe von Brunnen in der Residenzstadt mit Wasser versorgen, darunter den Marktbrunnen. Weinbrenners Entwurf für diesen Brunnen war freilich bereits vor Vollendung der Wasserleitung gezeichnet. Er wurde dem Großherzog 1822 vorgelegt.

Ludwig war ein strikter Gegner der Verfassung, die sein Vorgänger Carl 1818 für das neue Großherzogtum erlassen hatte und daher auch dagegen, den Brunnen dieser Verfassung zu widmen. So wurde er bereits zu Lebzeiten zum Denkmal für Ludwig.

Einstmals stellte der Marktbrunnen auf dem kleineren, engeren Teil des Marktplatzes das Pendant zur Pyramide dar und war daher auch von so genannten Achtungssteinen und Ketten umsäumt. Diese aber mussten 1926 den Straßenbahnschienen weichen.

Sein Brunnenbecken ist achteckig, der Kubus darüber dagegen viereckig. Der Brunnen ist mit vier Röhren versehen. Aus den Löwenköpfen fließt das Wasser. Die Figur des Großherzogs steht auf einem runden Postament. Der Übergang vom Kubus zum Postament ist fließend achteckig gestaltet. Der Blick des Fürsten ist nach Norden gerichtet, zum Schloss, dem herrschaftlichen Regierungssitz.

Die acht Seiten des Brunnenbeckens sind jeweils von badischen Wappen geziert, die von Greifen gehalten und von Meereswesen flankiert werden.




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