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Geschichte: Vor 25 Jahren neue Stadthalle eröffnet

Zentrum für Kultur und Gesellschaft / historische Fassade

(cal) Mit ihrer gewaltigen Säulenvorhalle Ist die vor 25 Jahren am 23. August eingeweihte Stadthalle nach wie vor ein Blickfang des Festplatzes. Das war sie auch schon zu Zeiten des 1915 entstandenen Vorgängerbaus aus dem innovativen, vor allem durch Jugendstilbauten bekannten Architektenbüro Curjel & Moser.

Vor einem Vierteljahrhundert hatten dann überraschend das junge Architektenpaar Herman und Christine Rothermund den Wettbewerb für den Neubau eines zukunftstauglichen Zentralbaus des damals innerstädtischen Kongress- und Ausstellungszentrums gewonnen.

Hinter dem denkmalgeschützten Portikus entstand für 130 Millionen Euro ein Gebäude, das "den Karlsruher Bürgern und den Besuchern der Stadt als Haus der Künste, der Feste, der Bildung und bei allen Anlässen als Haus der Begegnung dienen" sollte, wie der damalige Oberbürgermeister Otto Dullenkopf schrieb.

Die Vollendung der neuen Stadthalle sah er als eine entscheidende Wegmarke für die Entwicklung der Stadt in der Nachkriegszeit. Zukunftstauglich sollte sie sein, damit Karlsruhe wettbewerbsfähig gegenüber anderen Kommunen blieb. Das bedeutete, so OB Dullenkopf, "eine wesentliche Ausweitung an Fläche als auch eine Ausstattung nach heute gefordertem Standard".

So entstanden sieben Säle mit insgesamt 5.000 Plätzen als "Haus im Haus", getrennt nutzbare Foyers, ein Pressezentrum, zahlreiche Seminar- und Büroräume sowie ein Restaurant: Letzteres beherbergt inzwischen ebenfalls Arbeitsräume.

Als größter sollte der Brahmssaal mit gleich 1.800 Plätzen auch die Aufgabe des fehlenden Konzertsaals übernehmen. Von 1979 bis 1981 war zuvor unter dem Festplatz schon eine doppelstöckige Tiefgarage mit etwa 1.000 Stellplätzen entstanden. Wichtig war den Architekten dabei stets der behutsame Umgang mit der Vergangenheit, also der Dialog mit der Säulenhalle und den Maßen des Altbaus. Letzterer hatte einen rechteckigen Grundriss, der nun als Quadrat bis an die Hermann-Billing-Straße ausgedehnt wurde. Ziel war, den Gesamteindruck des Festplatzes zu erhalten.

Was bei der Einweihung galt, stellt sich der Stadt heute nach wie vor als Aufgabe: ein den Bedürfnissen von Kunden und Bürgern entsprechendes Gebäude anzubieten. So ist immer wieder nachgerüstet worden. Im aktuellen Haushalt sind daher 1,5 Millionen Euro ausgewiesen, um die Technik auf den derzeit neuesten Stand zu bringen.




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