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Kultur: Happy ohne Happy-End bei Rats

(Lä) Das Ensemble war "happy", das Publikum im Tollhaus auch. Nur das Musical hatte kein Happy-End. Ein einziges, ein behindertes Kind auf Krücken, das dem Rattenfänger nicht folgen konnte, überlebte die Rache des wunderlichen Mannes. Weil er einen verdienten Lohn als Rattenfänger von den Stadtvätern nicht kassieren durfte, entführte er die Kinder aus der Stadt.


Fantasievoll, mit opulenten Kostümen und stimmungsvollen Bühnenbildern von Regisseurin Sigrid Reich ging die Sage vom Rattenfänger von Hameln über die Bühne. Für das am Badischen Konservatorium mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arrangierte szenische Musical "Rats" hatte Wolfgang Klockewitz den mal rockig-fetzigen, dann wieder stillen fast melancholischen Sound einstudiert.

Die choreografischen Bühnenszenen von Julianna Sarri gaben diesem für eine Milliarde Menschen in 30 Sprachen übersetzen Stoff der Brüder Grimm eine ganz eigene visuelle und aussagekräftige Note. Bravo, dem jugendlichen Gesangsensemble, das mit einem groß aufspielenden Christian Bild den englischsprachigen Parcours in Dur und Moll überzeugend meisterte.

Als das Publikum bei der Premiere herzlich und begeistert Applaus spendete, durften sich auch die "Rattengang", Jan Heiden als "hinkender Junge" und das gesamte Musical-Ensemble sicher sein, einen musikalischen und tänzerischen Volltreffer gelandet zu haben.

Vier weitere Male war "Rats" am vergangenen Wochenende im Tollhaus zu sehen - das waren drei Tage überzeugende Leistungsnachweise und Werbung für die Arbeit des Badischen Konservatoriums.




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